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Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, vertritt rund 1 800 Unternehmen. Das Spektrum der Mitglieder reicht von lokalen und kommunalen über regionale bis hin zu überregionalen Unternehmen. Sie repräsentieren rund 90 Prozent des Stromabsatzes, gut 60 Prozent des Nah- und Fernwärmeabsatzes, 90 Prozent des Erdgasabsatzes sowie 80 Prozent der Trinkwasser-Förderung und rund ein Drittel der Abwasser-Entsorgung in Deutschland.mehr »

 
 

5.8.2009

Erstes Halbjahr 2009:

Gas- und Stromverbrauch weiter rückläufig

Verbrauch sank um durchschnittlich acht Prozent / Anhaltend verminderte Industrieproduktion wichtigster Einflussfaktor

Berlin, 5. August 2009 - Der Gas- und Stromverbrauch in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2009 weiter deutlich gesunken: Mit 262 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) wurden rund sechs Prozent weniger Strom nachgefragt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (erstes Halbjahr 2008: 278 Mrd. kWh). Der Gasabsatz sank im selben Zeitraum sogar um rund elf Prozent auf 469 Mrd. kWh (erstes Halbjahr 2008: 527 Mrd. kWh). Das ermittelte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, in ersten Erhebungen. Mit zusammengenommen acht Prozent ist das der stärkste Verbrauchsrückgang, den die Strom- und Gaswirtschaft seit der Wiedervereinigung Deutschlands verzeichnete.

Wichtigster Grund für den Rückgang des Strom- und Gasverbrauchs ist nach Angaben des BDEW die anhaltend verminderte Industrieproduktion. Die Produktionseinbußen in energieintensiven Branchen führen bereits seit Oktober 2008 zu einem niedrigeren Energiebedarf in Deutschland. Nach BDEW-Schätzungen ist der Gas- und Stromabsatz im ersten Halbjahr 2009 allein in der Industrie um rund 15 Prozent zurückgegangen.

Am deutlichsten sank die Energienachfrage im April 2009: So wurden etwa 25 Prozent weniger Gas und knapp 14 Prozent weniger Strom im Vergleich zum Vorjahresmonat an alle Kundengruppen abgesetzt, berichtete der BDEW. Dieses starke Minus sei aber auch durch die vergleichsweise deutlich wärmere Witterung sowie die Ostertage beeinflusst worden. Die Feiertage lagen diesmal im April und nicht im März. Die kühle Witterung Anfang des Jahres habe dagegen Absatz steigernd gewirkt. Zusätzlich haben die weniger konjunkturell beeinflussten Verbrauchergruppen Haushalte und Gewerbe, Handel, Dienstleistungen zur Stabilisierung der Energienachfrage beigetragen.


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Ricarda Ballhaus
Redaktion Fachpresse
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