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Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, vertritt rund 1 800 Unternehmen. Das Spektrum der Mitglieder reicht von lokalen und kommunalen über regionale bis hin zu überregionalen Unternehmen. Sie repräsentieren rund 90 Prozent des Stromabsatzes, gut 60 Prozent des Nah- und Fernwärmeabsatzes, 90 Prozent des Erdgasabsatzes sowie 80 Prozent der Trinkwasser-Förderung und rund ein Drittel der Abwasser-Entsorgung in Deutschland.mehr »

 
 

Netzentgelte / Anreizregulierung

Über 900 Stromnetzbetreiber und über 700 Gasnetzbetreiber sind in Deutschland für den Betrieb, Erhalt und Ausbau der Energieversorgungsnetze verantwortlich. Die durch die Netzbetreiber von den Netznutzern erhobenen Entgelte unterliegen seit 2005 der Regulierung durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) und die Landesregulierungsbehörden. Der rechtliche Rahmen für die Regulierung der Netzentgelte wird durch das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV), die Gasnetzentgeltverordnung (GasNEV) und die Anreizregulierungsverordnung (ARegV) vorgegeben.

Bei den bisher erfolgten Genehmigungen von Netzentgelten kam es zum Teil zu deutlichen Absenkungen.

Bei der Bestimmung der Netzentgelte bzw. der Erlösobergrenzen werden seit dem Start der Anreizregulierung 2009 zusätzlich Effizienzvorgaben für die Netzbetreiber berücksichtigt. Seit Jahresbeginn 2009 geben die Regulierungsbehörden jedem Netzbetreiber eine individuelle Erlösobergrenze vor, die dieser einhalten muss. Nur wer mit seinen Kosten unter dieser Grenze liegt, kann mit seinem Netzbetrieb Gewinn erzielen. Die Regulierungsbehörden berücksichtigen bei der Festlegung der Erlösobergrenzen die individuellen Kosten und die Versorgungsaufgabe des jeweiligen Unternehmens. Auf Basis eines bundesweiten Effizienzvergleichs werden Effizienzvorgaben ermittelt, die alle Netzbetreiber über mehrere Jahre an das Niveau der Effizientesten heranführen.

Die Regulierung muss einen langfristig angelegten leistungsfähigen und zuverlässigen Betrieb von Energieversorgungsnetzen sichern. Eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Versorgung der Allgemeinheit mit Elektrizität und Gas ist langfristig nur möglich, wenn durch die Regulierung Investitionen nicht gehemmt werden.

Der BDEW setzt sich dafür ein, dass die Investitionsbedingungen in regulierte Infrastruktur verbessert werden. Hierzu liegen umfangreiche wissenschaftliche Analysen und Vorschläge des BDEW vor. Zudem bietet der BDEW umfangreiche Umsetzungshilfen und Fachveranstaltungen für Netzbetreiber an.