Anlagen haben eine Leistung von rund 2 400 Megawatt / Seit 2001 wurden 53 Kraftwerke gebaut oder erweitert
Berlin, 1. Februar 2008 – In Deutschland wurden im Jahr 2007 sieben Kraftwerke neu gebaut oder erweitert. Die Leistung der in Betrieb genommenen Erzeugungsanlagen betrug zusammen rund 2 400 Megawatt (MW). Das ermittelte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin. Die neue Bestandsaufnahme des Branchenverbandes zeigt größere Anlagen ab einer Leistung von 20 MW.
"In der Energiewirtschaft hat zu Beginn des Jahrzehnts ein neuer Investitionszyklus begonnen", erklärte BDEW-Präsident Michael G. Feist. Seit dem Jahr 2001 seien bereits 53 Kraftwerke mit einer Leistung von zusammen rund 8 400 MW in Betrieb genommen worden. Das Investitionsvolumen betrug nach BDEW-Angaben 8,3 Milliarden Euro. Das geplante Bauprogramm umfasse bis 2020 insgesamt eine Kraftwerksleistung von rund 40 000 MW, die vorwiegend als Ersatz für ältere Anlagen dienen.
"Es ist allerdings vermehrt Widerstand gegen Bauvorhaben zu beobachten", erklärte Feist. Der Energiestandort Deutschland brauche aber die neuen Kraftwerke, um die hohe Versorgungssicherheit und Versorgungsqualität auch in Zukunft erhalten zu können. "Anlagen zur Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien gehören ebenso dazu wie neue, CO2 -ärmere Erdgas- oder Kohlekraftwerke", betonte der BDEW-Präsident. Deshalb sei eine verantwortungsbewusste Energiepolitik nötig und keine Abwehrhaltung. Feist: "Jedes neue Kraftwerk ist ein Gewinn für den Klimaschutz und für den Wettbewerb, da es wesentlich effizienter arbeitet als die Vorgänger und weil es gleichzeitig das Angebot im Erzeugungsmarkt erweitert."
Die komplette Übersicht der neuen Kraftwerke seit 2001 steht in der rechten Spalte zum Download bereit.
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Patricia Nicolai
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