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12. September 2011

Wichtige Information für die Presse:

Richtigstellung der veröffentlichten Zahlen zum Stromaustausch mit dem Ausland

Berlin, 12. September 2011 - Die aktuell in den Medien zitierten Zahlen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zu den physikalischen Stromflüssen aus dem Ausland im ersten Halbjahr 2011 (in den Medien als Stromimport bzw. Stromexport dargestellt) sind aufgrund eines technischen Übertragungsfehlers in Teilen nicht korrekt. Während die absoluten Zahlen zu den physikalischen Stromflüssen richtig wiedergegeben wurden, sind einige Prozentzahlen aufgrund dieses technischen Fehlers falsch übertragen worden.

Anders als in mehreren Presseberichten veröffentlicht stiegen die physikalischen Stromflüsse aus Tschechien im Zeitraum Januar bis Juni 2011 nicht um 673 Prozent, sondern lediglich um 15,7 Prozent.

Das komplett richtig gestellte Datenmaterial finden Sie im Anhang zu dieser Mitteilung.

Deutschland ist mit seiner zentralen Lage in Europa Drehscheibe des europäischen Stromflusses und tauscht Elektrizität unmittelbar mit neun benachbarten Staaten aus. Bei einem großen Teil dieser grenzüberschreitenden Flüsse handelt es sich nicht um vertraglich vereinbarte Lieferungen, sondern um Transitmengen und Ringflüsse.

Aus deutschen Netzen floss im ersten Halbjahr 2011 mit rund 29 Mrd. kWh weniger Strom ins Ausland als im Vorjahreszeitraum (31 Mrd. kWh). Die Stromflüsse aus dem Ausland nahmen ebenfalls deutlich zu; sie betrugen in den ersten sechs Monaten 2011 rund 25 Mrd. kWh (1. Hj. 2010: 20 Mrd. kWh). Insgesamt ergibt sich aktuell ein Austauschsaldo von 4 Mrd. kWh.

Aus Frankreich kam in der ersten Jahreshälfte 2011 mit 42 Prozent der größte Anteil der Stromflüsse Richtung Deutschland, aus Tschechien mit 22 Prozent der zweitgrößte. Die größten Strommengen aus Deutschland flossen nach Österreich (27 Prozent) und in die Schweiz (25 Prozent).


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