Kosten

Wasser ist Lebensmittel, Wasser ist Erfrischung, Wasser ist Genuss. In allen Jahreszeiten, zu jeder Tages- und Nachtzeit können Sie Trinkwasser in unbegrenzter Menge nutzen. Zum Waschen, zum Kochen, zum Duschen, zum Trinken, zum Putzen und zum Gießen. Die Wasserversorgungsunternehmen unterhalten in Deutschland ein flächendeckendes, einwandfrei funktionierendes System. Es deckt auch Versorgungsspitzen problemfrei ab. Selbst in heißen
Sommern, wie wir ihn zum Beispiel in Deutschland 2003 erlebten, gibt es keine Engpässe. Und in frostigen Wintern läuft das Wasser stetig. Falls es doch einmal örtliche technische Pannen wie Rohrbrüche gibt, werden sie rasch behoben.
Auf den Klimawandel, auf Bevölkerungsrückgang und auf Einwohnerverschiebungen reagiert die Wasserwirtschaft vorausschauend und flexibel. Anhand von Erfahrungswerten und Prognosen wird der Wasserbedarf berechnet und wechselnden Bedürfnissen angepasst. Allerdings kann die Infrastruktur zur Versorgung mit Trinkwasser nicht kurzfristig vergrößert oder verkleinert werden. Anlagen und Leitungen sind langfristige Investitionen.

Investitionen der öffentlichen Wasserversorgung


Nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Vorräte, höchste Güte des Trinkwassers, strikte Einhaltung der Grenzwerte, umfassende Kontrolle, Bau und Betrieb der Anlagen, Wartung und Pflege des Rohrnetzes, Ausbildung von Fachleuten und qualifiziertes Personal – all das ist nicht zum Nulltarif zu haben. Qualität hat ihren Preis, kann aber durchaus preiswert sein.
In Deutschland kosten 1.000 Liter Trinkwasser aus der Leitung – das ist ein Kubikmeter – durchschnittlich 1,86 Euro. Für einen Liter bezahlen Sie also nur knapp 0,2 Cent. Anders gerechnet: Für einen Cent bekommen Sie etwa fünf Liter Trinkwasser. Auch wenn die Wassertarife von Ort zu Ort schwanken, bleiben die Preise überall erschwinglich. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Wassergebrauch nimmt ab
Jeder in Deutschland lebende Mensch nutzt am Tag durchschnittlich 124 Liter Wasser im Haushalt. Der Pro-Kopf-Durchschnittswert hat sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert. 1990 nutzten die Bundesbürger täglich 147 Liter Trinkwasser. Seitdem verringerte sich der personenbezogene Wassergebrauch bis 2008 um fast 15 Prozent. Dieser Rückgang ist auf verändertes Verbraucherverhalten zurückzuführen, im Haushalt vor allem durch wassersparende Geräte.

Wassergebrauch nimmt ab


Sparen
Auch wenn wir in Deutschland reichlich Wasser haben, sollten wir es nicht verschwenden. Dafür ist es zu wertvoll. Gehen Sie mit Wasser bewusst und verantwortungsvoll um. Übertrieben sparsam sein müssen Sie aber nicht. Es nützt den Menschen in wasser- und regenarmen Regionen nicht, wenn wir in Deutschland Wasser sparen. Der Trockenheit in Wüstengebieten Afrikas oder der zunehmenden Wasserknappheit in vielen Ländern können wir so nicht abhelfen. Frisches Wasser lässt sich nicht über weite Strecken transportieren.

Übrigens verringert sich durch Wassersparen die private Wasserrechnung nicht unbedingt:
80 bis 90 Prozent der Kosten eines Wasserversorgungsunternehmens sind feste Kosten, zum Beispiel für Bau, Pflege und Wartung der Rohrnetze und der Wasserwerke sowie für Personal. Außerdem müssen ständig Wasserreserven für erhöhten Bedarf vorgehalten werden. Denn die Leitungsnetze können nicht laufend an Schwankungen industrieller oder privater Wassernutzung angepasst werden. Bei reduzierter Wasserabgabemenge steigt folglich der Kubikmeterpreis: Die anfallenden festen Kosten müssen auf eine kleinere Zahl von Kubikmetern umgelegt werden. Eine übertriebene Reduzierung des häuslichen Wassergebrauchs ist nicht zielführend. Denn wenn immer weniger Wasser durch das Netz fließt, bleibt Trinkwasser zeitweise in den Leitungen stehen, was die Qualität beeinträchtigen könnte. Also müssen die Leitungen – ebenso wie die Abwassersysteme – häufig gespült werden, und zwar mit frischem Trinkwasser. Der höhere Aufwand bedeutet höhere Kosten.

Trinkwasser pro Tag

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