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Sicherheit

Die Verwendung von Medikamenten, Kosmetika oder Lebensmittelzusatzstoffen kann zu Belastungen unserer Gewässer führen. Denn kleinste Spuren solcher naturfremden oder chemischen Substanzen gelangen zum Beispiel über WC-Spülungen von Haushalten und Krankenhäusern in die Kläranlagen, wo sie nicht oder nicht vollständig abgebaut werden können.

Untersuchung des Wassers

Durch wasserchemische Untersuchungen mit modernsten Messmethoden lassen sich heute auch kleinste Spuren dieser Substanzen erfassen. So wäre es sogar möglich, einen aufgelösten Zuckerwürfel im Bodensee nachzuweisen. Wenn in Ausnahmefällen Messwerte ansteigen – die immer noch deutlich unter den Grenzwerten liegen – werden die Ursachen umgehend erforscht und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Dennoch ist es oberstes Ziel, das Vorkommen solcher Stoffe ganz zu vermeiden. Hier ist vor allem die Arzneimittelindustrie gefragt. Die Wasserwirtschaft leistet ihren Beitrag und unterstützt die Forschung. Strenge und regelmäßige Kontrollen durch Wasserversorger und Gesundheitsämter garantieren zudem ausreichend Sicherheit.

Stickstoff und Phosphor
Stickstoff und Phosphor sind chemische Elemente, die für das Wachstum von Organismen wichtig sind. Sie kommen in unterschiedlichsten Verbindungen vor. Wenn sie in Gewässer gelangen, wirken sie als Nährstoffe und rufen häufig verstärktes Wachstum von Algen hervor. Zum Schutz des ökologischen Gleichgewichts der Gewässer und damit auch zur Vorbeugung vor Fischsterben müssen Stickstoffverbindungen im Wasser kontrolliert und reduziert werden. Sowohl für Stickstoff als auch für Phosphor gelten strenge Grenzwerte. Die Mess- und Reinigungsverfahren sind sehr aufwändig, aber erfolgreich: Bei der Stickstoff- und Phosphorentfernung sind die deutschen Abwasserentsorger in Europa führend.

Stickstoffverbindungen

 Nitrat
Nitrat ist ein natürlicher Stoff aus Stickstoff und Sauerstoff. Pflanzen entziehen beim Wachsen dem Boden Nitrat, die Verluste sollen durch Düngen ausgeglichen werden. Die tägliche Aufnahme von Nitrat über Trinkwasser ist gering, den allergrößten Teil nimmt der Mensch über Obst und Gemüse zu sich.

Stickstoffverbindungen gelangen vor allem aus der Nahrung über den ausgeschiedenen Harnstoff in das kommunale Abwasser. Nitrate und Nitrite sind solche Stickstoffverbindungen, die als Lebensmittelzusatzstoffe zum Beispiel zur Konservierung in Fleisch- und Wurstwaren verwendet werden.

In einigen Landstrichen wurde Nitrat im Grundwasser gemessen. Erhöhte Werte treten vor allem unter land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen auf. Kommunen, Wasserwirtschaft und Landwirte arbeiten eng zusammen, um einer Erhöhung der Nitratwerte im Grundwasser vorzubeugen. Bis Nitrat aus Acker- oder Waldböden ins Grundwasser sickert, vergeht viel Zeit, so dass kurzfristige Programme nicht greifen. Vielerorts unterstützen die Wasserversorgungsunternehmen den ökologischen Landbau und damit den Gewässerschutz.

Phosphat
Phosphat ist das Salz der Phosphorsäure. Es ist Bestandteil von Dünger, kommt aber auch in Wasch- und Reinigungsmitteln vor. Wenn Phosphat in Gewässer gelangt, kann es zu Algenvermehrung kommen. Um die Verbraucher vor zusätzlicher Aufnahme von Nitrat und Phosphat zu schützen, gelten für beide Stoffe strenge Grenzwerte.

 

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