Drucken

Ladesäulen: Energiewirtschaft baut Ladeinfrastruktur auf

Die Energiewirtschaft ist ein wichtiger Partner der Elektromobilität. Sie sorgt für eine verlässliche, flächendeckende Ladeinfrastruktur und kundenfreundliches Laden.

E-Autos an Ladesäulen

© Fotolia/feelgoodstudio

Durch die Mobilitätswende soll der Verkehr bis 2050 klimaneutral sein, ohne dass die Mobilität der Menschen eingeschränkt wird. Zahlreiche Akteure engagieren sich für dieses Ziel. Die Energiewirtschaft ist in den letzten Jahren mit hohem Tempo vorangegangen und hat die nötige Ladeinfrastruktur für Elektromobilität aufgebaut. Die Empfehlung der EU-Kommission liegt bei zehn Ladepunkten pro Auto. Dieser Wert wurde bereits deutlich übertroffen. Und auch mit der wachsenden Zahl an E-Autos wird der Ausbau der Infrastruktur Schritt halten.

Damit Elektromobilität in Deutschland zur Erfolgsgeschichte werden kann, ist eine Grundausstattung mit öffentlich zugänglichen Ladepunkten über Ladesäulen unverzichtbar. Für eine Million E-Autos werden nach Berechnungen des BDEW 70.000 Normalladepunkte und 7.000 Schnellladepunkte benötigt.

Im Fokus stehen dabei Städte mit Car-Sharing-Anbietern und vielen Einwohnern ohne eigene Stellplätze. Gleichzeitig ist ein gut ausgebautes Schnellladenetz erforderlich, insbesondere für den Einsatz der Fahrzeuge über lange Strecken.

Über drei Viertel der bereits bestehenden Ladepunkte werden von Energieunternehmen betrieben. Und das, obwohl der Betrieb der Ladesäulen aufgrund der geringen Anzahl an E-Autos noch keineswegs wirtschaftlich ist. Denn viele Stationen werden kaum genutzt. Manchmal sind es nur ein bis drei Ladevorgänge am Tag. Es ist vielmehr eine Investition in die Zukunft, damit die Energiewende auch im Verkehrssektor gelingt. Die Automobilindustrie muss jetzt endlich nachziehen und E-Autos auf den Markt bringen, die in Preis und Leistung attraktiv sind.

Übersicht und Transparenz von Ladesäulen notwendig

Für den Erfolg der Elektromobilität sind zuverlässige Informationen über Standorte und Verfügbarkeit von Ladeinfrastruktur notwendig. Für Akteure und Kunden muss transparent sein, wie viele öffentlich zugängliche Ladepunkte tatsächlich installiert und funktionsfähig sind. Dafür erhebt der BDEW regelmäßig die Zahlen zum Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland. Aktuell (Stand Dezember 2019) sind rund 23.840 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte von Energieunternehmen, Parkhaus- und Parkplatzbetreibern, Supermärkten und Hotels erfasst. Das ist ein Zuwachs von über 50 Prozent innerhalb eines Jahres. Der Anteil der Schnellladestationen liegt bei rund 12 Prozent.

Regional betrachtet ist Hamburg nach wie vor Spitzenreiter im Städte-Ranking (Stand August 2019), dicht gefolgt von München und Berlin. Beim Vergleich der Bundesländer liegt Bayern mit großem Abstand vorn. Auf Platz zwei und drei folgen Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Die Grafiken dazu können Sie am Ende der Seite herunterladen.

Top-10-Städte nach Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte

Dossier Elektromobilität Ladepunkte Städteranking

Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte nach Bundesländern

Dossier Elektromobilität Ladepunkte Ranking Bundesländer

Erfasst werden die Ladepunkte im neuen BDEW-Ladesäulenregister. Die Online-Plattform vom BDEW und der Energie Codes und Services GmbH bietet neben der Erhebung weitere Services für Fahrer von Elektroautos und Betreiber von Ladesäulen. Mehr dazu erfahren Sie im Dossier-Artikel "Ladesäulenregister bietet Transparenz und Service".

Zurück zur Dossier-Übersicht

Suche

Anmelden für BDEW plus

Diese Webseite nutzt Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Informationen | Impressum