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Energiewirtschaft baut Ladeinfrastruktur auf

Die Energiewirtschaft ist ein wichtiger Partner der Elektromobilität. Sie sorgt für eine verlässliche, flächendeckende Ladeinfrastruktur und kundenfreundliches Laden.

E-Autos an Ladesäulen

© Fotolia/feelgoodstudio

Durch die Mobilitätswende soll der Verkehr bis 2050 klimaneutral sein, ohne dass die Mobilität der Menschen eingeschränkt wird. Zahlreiche Akteure engagieren sich für dieses Ziel. Die Energiewirtschaft ist in den letzten Jahren mit hohem Tempo vorangegangen und hat die nötige Ladeinfrastruktur für Elektromobilität aufgebaut. Mit rund 17.400 Ladepunkten wird die Empfehlung der EU-Kommission von zehn Autos je Ladepunkt übertroffen. Und auch mit der wachsenden Zahl an E-Autos wird der Ausbau der Infrastruktur Schritt halten.

Stefan Kapferer:

Damit Elektromobilität in Deutschland zur Erfolgsgeschichte werden kann, ist eine Grundausstattung mit öffentlich zugänglichen Ladepunkten unverzichtbar. Für eine Million E-Autos bräuchten wir nach unseren Berechnungen 70.000 Normalladepunkte und 7.000 Schnellladepunkte.

Im Fokus stehen dabei Städte mit Car-Sharing-Anbietern und vielen Einwohnern ohne eigene Stellplätze. Gleichzeitig ist ein gut ausgebautes Schnellladenetz erforderlich, insbesondere für den Einsatz der Fahrzeuge über lange Strecken.

Über drei Viertel der bereits bestehenden Ladepunkte werden von Energieunternehmen betrieben. Und das, obwohl der Betrieb der Ladesäulen aufgrund der geringen Anzahl an E-Autos noch keineswegs wirtschaftlich ist. Denn viele Stationen werden kaum genutzt. Manchmal sind es nur ein bis drei Ladevorgänge am Tag. Es ist vielmehr eine Investition in die Zukunft, damit die Energiewende auch im Verkehrssektor gelingt. Die Automobilindustrie muss jetzt endlich nachziehen und E-Autos auf den Markt bringen, die in Preis und Leistung attraktiv sind.

Übersicht und Transparenz notwendig

Für den Erfolg der Elektromobilität sind zuverlässige Informationen über Standorte und Verfügbarkeit von Ladeinfrastruktur notwendig. Für Akteure und Kunden muss transparent sein, wie viele öffentlich zugängliche Ladepunkte tatsächlich installiert und funktionsfähig sind. Dafür erhebt der BDEW regelmäßig die Zahlen zum Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland. Aktuell (Stand März 2019) sind rund 17.400 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte von Energieunternehmen, Parkhaus- und Parkplatzbetreibern, Supermärkten und Hotels erfasst - davon 12 Prozent Schnelllader. Allein seit der letzten Erhebung Ende Dezember 2018 sind 1.300 Ladepunkte dazu gekommen.

Regional betrachtet ist Hamburg Spitzenreiter im Städte-Ranking (Stand März 2019). Auf Platz zwei liegt Berlin, dicht gefolgt von München. Beim Vergleich der Bundesländer liegt Bayern vorn. Die Grafiken dazu können Sie am Ende der Seite herunterladen.

Top-10-Städte nach Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte

Dossier Elektromobilität Ladepunkte Städteranking

Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte nach Bundesländern


Erfasst werden die Ladepunkte im neuen BDEW-Ladesäulenregister. Die Online-Plattform vom BDEW und der Energie Codes und Services GmbH bietet neben der Erhebung weitere Services für Fahrer von Elektroautos und Betreiber von Ladesäulen. Mehr dazu erfahren Sie im Dossier-Artikel "Ladesäulenregister bietet Transparenz und Service".

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