22. Mai 2012, Berlin

BDEW zum Fortschrittsbericht der Nationalen Plattform Elektromobilität:

Energiewirtschaft bringt Infrastrukturaufbau voran

Branche ist beim Aufbau der Stromtankstellen für E-Autos in Vorleistung getreten / Finanzierungsmodelle müssen intensiv geprüft werden

"Die Energiewirtschaft hat bis zum Jahreswechsel mehr als 2.200 öffentliche und halböffentliche Ladepunkte für Elektroautos aufgebaut, und dies obwohl das Angebot an Elektroautos zum jetzigen Zeitpunkt noch stark ausbaufähig ist", sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), anlässlich der Veröffentlichung des Fortschrittsberichts der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE). Damit sei die Energiewirtschaft in den vergangenen Jahren beim Aufbau der Stromtankstellen erheblich in Vorleistung getreten.

In der nahen Zukunft werde aber der Punkt erreicht, an dem der notwendige weitere Ausbau der Stromtankstellen aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr allein von den Energieunternehmen geschultert werden kann. "Zu Recht haben sich die Fachleute der NPE intensiv mit möglichen Lösungsansätzen für die Infrastruktur beschäftigt. Der Bericht nennt eine Reihe von Finanzierungsmodellen, die im Ausland erfolgreich eingesetzt werden. Es ist wichtig, in der weiteren Arbeit diese Möglichkeiten zu prüfen und rasch über ein Modell zu entscheiden", sagte Müller. Das Ziel von bis zu 150.000 öffentlichen Ladepunkten bis 2020 sei ohne eine öffentliche Kofinanzierung kaum zu erreichen, da ein wirtschaftlicher Betrieb nicht absehbar sei. "Dem weiteren Aufbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur muss jetzt ein entscheidender Schub gegeben werden", sagte Müller.

Eine besondere Verantwortung komme darüber hinaus den Kommunen zu: "Sie haben es in der Hand, öffentlichen Straßenraum unkompliziert zur Verfügung zu stellen. Über die Nutzungsgebühren die Kosten der Stromtankstellen weiter zu erhöhen, halte ich für kontraproduktiv." Darüber hinaus ist es nach Auffassung der Energiewirtschaft vordringlich, rasch einen kundenfreundlichen Zugang zu den öffentlichen Ladesäulen zu schaffen. Sie wird sich deshalb dafür einsetzen, jedem Kunden an wenigstens 90 Prozent der öffentlichen Ladenpunkte ein bequemes Tanken zu ermöglichen, zum Beispiel mit Hilfe einer Freischaltung der Ladesäule per SMS. "Unsere Unternehmen stehen dafür, der Zukunftstechnologie Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen", sagte Müller.

Nach dem Login (oben rechts) finden Mitglieder weitere Informationen und Serviceleistungen.

Ansprechpartner

Mitglieder können hier nach dem Login die Kontaktdaten der Ansprechpartner zu den jeweiligen Themen einsehen