01. Oktober 2012

BDEW zum Spitzentreffen im Kanzleramt zur Elektromobilität:

Aufbau der Stromtankstellen kommt voran

Bedarfsgerechter Aufbau von Ladesäulen Voraussetzung für den Erfolg der Elektromobilität / BDEW veröffentlicht neue Umfrage

"Die Energiewirtschaft engagiert sich für den Aufbau der Ladeinfrastruktur für Elektromobile in Deutschland und unterstützt nach wie vor die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf die Straße zu bringen", sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), heute anlässlich des Spitzentreffens zur Elektromobilität im Kanzleramt. Die Energiewirtschaft sehe gerade im bedarfsgerechten Aufbau von Ladesäulen eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg der Elektromobilität in Deutschland.

Eine neue Umfrage des BDEW unter seinen Mitgliedern zeigt, dass der Infrastrukturaufbau für Elektrofahrzeuge weiter gut voranschreitet: Statistisch kommt derzeit ein öffentlicher Ladepunkt auf etwa zwei Elektrofahrzeuge. Sämtliche Ballungsgebiete und größere Städte sind laut BDEW-Umfrage bereits mit Stromtankstellen ausgestattet. Für 5960 zugelassene Elektrofahrzeuge standen zur Jahresmitte 2012 in 491 Städten und Gemeinden insgesamt knapp 2.821 öffentlich zugängliche Ladepunkte zur Verfügung. "Diese Zahlen zeigen aber auch: Unsere Unternehmen sind erheblich in Vorleistung gegangen, um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen. Die Unternehmen können dies aber nur bis zu einem bestimmten Punkt weiterführen. Jetzt geht es darum, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um den Ausbau zu verstetigen und wirtschaftlich tragbar für die Unternehmen zu gestalten", sagte Müller.

Gerade hinsichtlich Effizienzsteigerungen und der Verbesserung des wirtschaftlichen Infrastrukturausbaus setze die Energiewirtschaft große Erwartungen in die Schaufenster-Projekte Elektromobilität: Sie böten die Chance, das "System Elektromobilität" zu erproben und sichtbar zu machen. Vielfach stehe aber gerade für Kleinere und Mittlere Unternehmen der bürokratische Aufwand nicht im Verhältnis zum Nutzen: Die Antragsverfahren erforderten einen immensen Aufwand, der nicht selten den Vorteil der staatlichen Förderung zunichtemache. "Der BDEW schlägt deshalb vor, die Verfahren vor allem im Interesse der mittelständischen Unternehmen zu vereinfachen. Bei der Elektromobilität handelt es sich um ein Zukunftsprojekt, das nicht im Keim erstickt werden darf", so Müller.


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Henning Jeß
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