26. November 2012, Berlin

Statement für die Presse:

BDEW zur heutigen Vorstellung des Netzentwicklungsplans (NEP) der Bundesnetzagentur

"Es ist wichtig und gut, dass mit dem Netzentwicklungsplan in einem ersten Schritt die vordringlichsten Stromleitungstrassen festgelegt wurden. Die Trassen, die bislang noch nicht enthalten sind, sollen in einem zweiten Schritt überprüft und priorisiert werden, auch dies unterstützen wir. Der Netzentwicklungsplan ist die Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende. Denn ohne den Ausbau der Stromnetze wird der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht möglich sein. Diese Blaupause für den Bundesbedarfsplan beim Netzausbau muss nun so schnell wie möglich verabschiedet werden, damit die wichtigsten Projekte umgesetzt werden können. Die Energiewirtschaft erhofft sich am Ende von diesem gesetzlichen Verfahren eine hohe Verbindlichkeit und eine Beschleunigung des Netzausbaus in Deutschland, der zum Gelingen der Energiewende existenziell ist. Wir appellieren daher an die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern, bei dem weiteren Verfahren unnötige Verzögerungen zu vermeiden.

Der Netzentwicklungsplan zeigt diejenigen Projekte auf, die in den nächsten Jahren für einen sicheren Systembetrieb zwingend umgesetzt werden müssen. Der BDEW weist gleichzeitig darauf hin, dass eine wesentliche Rahmenbedingung für den Ausbau auf der Übertragungsnetzebene die Entwicklungen in den regionalen Verteilnetzen sind. Daher sollte im Auge behalten werden, dass nicht nur der Um- und Ausbau des Übertragungsnetzes, sondern auch des Verteilnetzes vorangetrieben wird. Denn nahezu alle Solar-Anlagen und weit über 90 Prozent der Nettoleistung aller Windkraftanlagen sind an das Verteilnetz angeschlossen. Aufgrund der richtungswechselnden und schwankenden Lastflüsse der dezentralen erneuerbaren Erzeugungsanlagen auf dieser Ebene ist deren Einfluss auf die Übertragungsnetze im Verlauf des weiteren Verfahrens unbedingt ausreichend zu berücksichtigen. Der BDEW hat den von der Bundesnetzagentur geführten Dialog zwischen den Bürgern und der interessierten Öffentlichkeit konstruktiv begleitet und wird dies weiter tun."

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