10. Dezember 2012, Berlin

BDEW zur erforderlichen Ergänzung der Mittelspannungsrichtlinie:

BDEW und VDMA erzielen wichtigen Kompromiss bei technischen Anforderungen an Erzeugungsanlagen

Erhalt der Netzstabilität erfordert Einhaltung technischer Vorgaben für Erzeugungsanlagen am Mittelspannungsnetz

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) haben sich auf einen Kompromiss geeinigt, in dessen Rahmen dringend notwendige technische Anforderungen an Erzeugungsanlagen am Mittelspannungsnetz geregelt werden. Diese Anforderungen sind erforderlich, um die Stabilität des Stromnetzes auch bei einem immer stärkeren Zubau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen und deren Anschluss an das Stromversorgungsnetz zu gewährleisten.

Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die Frage nach den Schutzeinrichtungen zum Eigenschutz der Erzeugungsanlagen sowie der so genannten Blindleistung. Für den Netzbetrieb werden in den nächsten Jahren verstärkt Blindleistungskapazitäten in den Verteilnetzen benötigt.

Um diesen Problemen zu begegnen, hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) seine Mittelspannungsrichtlinie überarbeitet und entsprechende technische Anforderungen für die betreffenden Erzeugungsanlagen eingefügt. In dieser BDEW-Richtlinie sind die technischen Vorgaben für Energieerzeugungsanlagen mit mehr als 100 Kilowatt (kW) Spitzenleistung geregelt, die ihre Leistung in das Mittelspannungsnetz einspeisen.

Hinsichtlich der Anforderungen an die Blindleistungsbereitstellung wurde eine Übergangsfrist bis 2014 vereinbart. Beide Verbände werden darüber hinaus zeitnah Gespräche führen, um gemeinsam langfristige Lösungen für eine wirtschaftlich und netztechnisch optimierte Ausgestaltung der Blindleistungsbereitstellung zu erarbeiten. Ziel ist dabei, differenzierte und von den jeweiligen Netzbedingungen abhängige Lösungen zu erzielen. Durch den Verbände-Kompromiss ist zudem ein regulatorischer Eingriff seitens des Gesetzgebers nicht erforderlich.

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Ansprechpartner

Jan Ulland
Pressesprecher / Press Spokesman
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