30. Juli 2013, Berlin

Statement für die Presse:

BDEW zum Gutachten von BMWi und Ernst & Young: Kosten-Nutzen-Analyse zur flächendeckenden Einführung von Smart Metern

Im Rahmen der heutigen Sondersitzung der AG Intelligente Netze und Zähler stellte der Gutachter Ernst & Young gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Ergebnisse der Kosten-Nutzen-Analyse zur flächendeckenden Einführung von Smart Metern vor. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) erklärt dazu in einer ersten Stellungnahme:

"Der BDEW begrüßt die Veröffentlichung der Kosten-Nutzen-Analyse und die klare Aussage, dass ein flächendeckender Rollout von intelligenten Messsystemen für den Großteil der Kunden unwirtschaftlich ist. Der BDEW sieht sich auch in seiner bisherigen Aussage bestätigt, dass der zentrale Nutzen sich erst im Zusammenspiel zwischen intelligenten Messsystemen und steuerbaren Erneuerbaren Energie-Anlagen ergibt. So sollte nach Einschätzung der Gutachter der Rollout intelligenter Messsysteme nicht ohne entsprechende Anpassungen im EEG erfolgen, da erst die Einbeziehung der Möglichkeit, Erneuerbare Energien-Anlagen bis zu maximal fünf Prozent ihrer Jahresenergiemenge anlagenscharf fernsteuern zu können, die gesamtwirtschaftliche Vorteilhaftigkeit des Rollouts sicher stellt. Gerade für die Verteilnetzbetreiber stellt das in der Studie angeregte, aktive Einspeisemanagement der EEG-Anlagen eine wichtige Option für den auch künftig sicheren Netzbetrieb und eine effiziente Netzausbauplanung dar.

Das BMWi betonte in der heutigen Sitzung, dass die Ergebnisse geprüft und in den Folgeveranstaltungen mit den Teilnehmern der Netzplattform diskutiert werden. Anschließend werden die Ergebnisse in dem vom BMWi geplanten Verordnungspakt „intelligente Netze“ einfließen. In den kommenden Tagen wird der BDEW das umfangreiche Dokument prüfen und eine Branchenpositionierung vorbereiten."

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