05. August 2014, Berlin

BDEW veröffentlicht aktuelle Zahlen zur Stromnetzlänge in Deutschland:

Stromnetzlänge entspricht 45facher Erdumrundung

Deutsches Stromnetz ist 1,8 Millionen Kilometer lang

Berlin, 5. August 2014 - Das deutsche Stromnetz hat derzeit eine Gesamtlänge von 1,8 Millionen Kilometern. Das ergeben aktuelle Berechnungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Dies entspricht beispielsweise der viereinhalbfachen Entfernung von der Erde bis zum Mond oder der 45fachen Erdumrundung.

Die Transportsysteme für Strom sind in unterschiedliche Spannungsebenen gegliedert - vergleichbar mit Orts-, Land-, Bundesstraßen und Autobahnen. Der längste Teil der Stromnetze entfällt mit 1,17 Millionen Kilometern (km) auf die Niederspannungsebene. Über diese Ebene werden vor allem Haushalte, kleinere Gewerbebetriebe und die Landwirtschaft lokal mit Strom versorgt. In den regionalen Verteilnetzen kommt die Mittelspannungsebene auf eine Länge von 514.000 km und die Hochspannungsebene auf 79.700 km, so der BDEW. Kunden sind hier insbesondere lokale Stromversorger, Industrie sowie größere Gewerbebetriebe. Die überregionalen Höchstspannungsnetze, die sogenannten Stromautobahnen, sind in Deutschland etwa 35.200 km lang. Kunden in diesem Großhandelsbereich sind regionale Stromversorger und sehr große Industriebetriebe. Außerdem verbinden Höchstspannungsleitungen Deutschland auch mit dem Ausland.

Der größte Teil des Stromnetzes liegt unter der Erde: Die Erdverkabelung umfasst eine Länge von 1,45 Millionen Kilometern. Damit macht die unterirdische Verlegung von Kabeln einen Anteil von fast 81 Prozent am deutschen Stromnetz aus.

Der BDEW hat mehrfach daraufhin gewiesen, dass der künftige Netzausbau - insbesondere vor dem Hintergrund der Energiewende - weiter auf die politische Agenda gehört. "Neben den bekannten Herausforderungen bei den Übertragungsnetzen haben wir seit Jahren einen Investitionsstau auf der Verteilnetzebene", so Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Da mehr als 90 Prozent der Erneuerbaren Energien auf der regionalen und lokalen Netzebene eingespeist würden, käme den Verteilnetzen auch in Zukunft eine besondere Bedeutung zu. Müller: "Die Investitionssituation für die Verteilnetze ist sehr schwierig. Die jetzigen Bedingungen führen zu unnötigen Verzögerungen beim dringend notwendigen Netzausbau. Daher muss zum Beispiel die Anreizregulierung weiterentwickelt werden."

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