08. Januar 2013

Europäische Strategie zur Förderung nachhaltiger Mobilität

Im November hat die Europäische Kommission die Mitteilung mit dem Titel „CARS 2020: Ein Aktionsplan für eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Automobilindustrie in Europa“ dem Europäischen Parlament vorgelegt. Grundlage dafür bildeten die strategischen Empfehlungen aus dem Abschlussbericht der Expertengruppe CARS 21. Der Aktionsplan sieht eine Reihe von Maßnahmen mit Relevanz für die Elektro- und Erdgasmobilität vor.

Die vier Schwerpunkte des Aktionsplans sind:
·    Investitionen in fortgeschrittene Technologien und in Innovationen fördern,
·    die Marktbedingungen verbessern,
·    die Wettbewerbsfähigkeit auf globalen Märkten fördern,
·    dem Strukturwandel durch Investitionen in Humankapital begegnen.

Die europäische Kommission erarbeitet momentan das Maßnahmenpaket „Saubere Energie im Verkehr“, welches voraussichtlich im Januar 2013 vorgelegt werden soll. In dem Paket wird sie u.a. eine Strategie für alternative Kraftstoffe sowie einen Legislativvorschlag zur Schaffung einer Mindestinfrastruktur für Lade-/Betankungsstationen für bestimmte alternative Kraftstoffe vorschlagen.

Im Hinblick auf die Normierung der Ladeschnittstellen plant die Kommission im Jahr 2013 eine Rechtsvorschrift für einen europäischen Standard vorzuschlagen, falls sich die verschiedenen Interessenträger im Normungsverfahren nicht einig werden. Dafür wird sie die Verbindung zwischen Fahrzeug und Netz untersuchen sowie eventuell neu entstehende Geschäftsmodelle überwachen, welche durch Nutzung der Fahrzeugbatterien die netzseitig benötigten Flexibilitäten fördern. Dazu gehören auch gemeinsame Standards und Protokolle für die Verbindung zwischen den E-Fahrzeugen und dem Stromnetz sowie interoperable Kommunikations- und Bezahlsysteme.

Hinsichtlich Erdgasmobilität wird die Kommission überwachen, dass die nationalen Aktionsplänen für erneuerbare Energien umgesetzt werden, insbes. hinsichtlich der tatsächlichen Beimischquoten von Biokraftstoffen und der Kompatibilität von Kraftstoffen und Fahrzeugen.

Positiv für die weitere Entwicklung der Erdgas- und Elektromobilität ist auch die Ankündigung weiterer Maßnahmen zur Verringerung von CO2-, Schadstoff- und Geräuschemissionen von PKW und leichten Nutzfahrzeugen sowie die Fortsetzung des Dialogs über ein Kennzeichungssystem für Kraftstoffe.

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