26. März 2010

BDEW zur Zeitumstellung am 28. März 2010:

Sommerzeit ist keine Energiesparzeit

Verändertes Freizeitverhalten an Sommerabenden hebt Spareffekt auf / Licht stellt nur acht Prozent am Stromverbrauch der Haushalte

Berlin, 26. März 2010 - Die Umstellung auf Sommerzeit bringt keine spürbare Energieeinsparung. Die deutsche Energiewirtschaft kann seit Jahren keine Sparwirkung durch den Dreh am Zeiger erkennen. Das meldet der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zur Umstellung von Winter- auf Sommerzeit am kommenden Sonntag.

1980 sei die Sommerzeit bundesweit mit dem Ziel eingeführt worden, das Tageslicht besser zu nutzen, um so Energie zu sparen. Dies sei jedoch nicht der Fall. Nach Angaben des BDEW wird zwar an den hellen Sommerabenden weniger Strom für Licht verbraucht, dafür aber mehr Strom bei abendlichen Freizeitaktivitäten benötigt. Dadurch könne sogar insgesamt mehr Energie verbraucht werden, da der Anteil des Lichts am Stromverbrauch der rund 40 Millionen deutschen Haushalte durchschnittlich nur rund acht Prozent ausmache. Durch den verstärkten Einsatz von Energiesparlampen im Haushalt sinke der ohnehin geringe Lichtspareffekt weiter.

2010 beginnt die Sommerzeit am 28. März. Dann werden in Deutschland die Uhren um zwei Uhr nachts um eine Stunde auf Sommerzeit vorgestellt. Die nächste Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit erfolgt am 31. Oktober 2010.


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Ricarda Ballhaus
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