15. April 2016

Erdgasbezugsquellen Deutschlands 2015

Die inländische Förderung von Erdgas nahm um 14,7 Prozent auf 83,6 Mrd. kWh ab. Aufgrund des insgesamt gestiegenen Aufkommens ging der Anteil der Inlandsförderung damit um 2,1 Prozentpunkte auf 7,1 Prozent zurück. Die Erdgasimporte Deutschlands stiegen um 13,1 Prozent an. Wichtigstes Lieferland blieb auch 2015 Russland: Der Anteil russischen Erdgases am deutschen Aufkommen wuchs von 38 Prozent (2014) auf 40 Prozent. Der Anteil Norwegens nahm leicht ab; er sank von 22 Prozent im Jahr 2014 auf 21 Prozent im Berichtsjahr. Hierbei ist darauf hinzuweisen, dass dieser Anteil vermutlich zu gering ausgewiesen ist, da norwegisches Gas teilweise via den Niederlanden nach Deutschland importiert wird und nicht mehr eindeutig norwegischen Förderstätten zugerechnet werden kann. Der niederländische Anteil nahm um 2 Prozentpunkte auf 29 Prozent zu. Die restlichen 3 Prozent verteilten sich auf weitere westeuropäische Staaten wie z. B. Dänemark (2014: 4 Prozent).

Ersten Zahlen zufolge wurden im Berichtsjahr 8,4 Mrd. kWh auf Erdgasqualität aufbereitetes Biogas in das deutsche Erdgasnetz eingespeist. 2014 waren es 7,5 Mrd. kWh. Entsprechend dem Bilanzierungsschema der AG Energiebilanzen werden diese Mengen sowohl auf der Aufkommens- als auch auf der Verbrauchsseite unter Erneuerbaren Energien und nicht unter Erdgas erfasst.

 

Bezugsland

2014

2015*

Anteile in Prozent

Deutschland

9       

7       

Niederlande

27       

29       

Norwegen

22       

21       

Russland

38       

40       

Dänemark, Großbritannien und Sonstige

4       

3       

Aufkommen in Mrd. kWh

1.072

1.184

 

 

 


* vorläufige Zahlen

Quelle: BDEW

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