31. August 2011, Berlin

Lehrstellensituation 2011:

Energie- und Wasserwirtschaft bildet über Bedarf aus

BDEW-Unternehmen halten Ausbildungsquote auf einem hohen Niveau / Eklatanter Mangel an Fachkräften nicht zu verzeichnen

Die Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft bilden nach wie vor über Bedarf Nachwuchs aus. Mit einer Ausbildungsquote von 6,3 Prozent im Jahr 2011 konnte der Vorjahreswert stabil gehalten werden und liegt weiter über dem Durchschnitt anderer Branchen. Das ermittelte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bei einer Erhebung unter seinen Mitgliedsunternehmen zu Beginn des neuen Ausbildungsjahrs. Rund zwei Drittel der Unternehmen bilden dabei mehr Lehrlinge aus, als es ihrem eigenen Bedarf an Nachwuchskräften entspricht. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen will im kommenden Jahr gleich viele oder mehr Auszubildende einstellen.

"Für die Energie- und Wasserwirtschaft ist die Ausbildung junger Menschen nicht nur eine wichtige Investition in die Zukunft, sondern auch ein Beitrag zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. Die Mitgliedsunternehmen des BDEW haben einen hohen Bedarf an Auszubildenden sowie an qualifizierten Fachkräften und bieten gute berufliche Entwicklungschancen", sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Laut den Ergebnissen der BDEW-Umfrage ist bislang noch kein eklatanter Mangel an Fachkräften in den Branchen Energie und Wasser zu verzeichnen. Trotzdem räumen bereits heute 44 Prozent der Unternehmen Maßnahmen gegen einen zukünftigen Mangel an qualifiziertem Personal eine hohe Priorität ein. Konkret hilft zum Beispiel ein Drittel dabei, zukünftigen Mitarbeitern die Ausbildungsreife zu ermöglichen. "Damit engagieren sich Unternehmen vor Ort weiterhin vorbildlich im gesellschaftlichen Bereich - ein Engagement, das die Bürgerinnen und Bürger schätzen", sagte Müller.

Um die Attraktivität für qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber zu erhöhen, bieten die Unternehmer zahlreiche Maßnahmen an. Neben Fortbildungen werden den Mitarbeitern Aufstiegschancen und flexible Arbeitszeiten angeboten. "Erfreulich ist auch, dass in mehr als 37 Prozent der Unternehmen mehr Mitarbeiter Elternzeit beansprucht haben, seit diese 2007 eingeführt wurde", sagte Müller. An der Erhebung beteiligten sich über 1000 Unternehmen, die 96 Prozent der Beschäftigten der Energie- und rund 50 Prozent der Wasserwirtschaft repräsentieren.

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