01. November 2012

Altmaier will Energieberatung für alle Privathaushalte

Bundesumweltminister Altmaier (M.) am 9. Oktober 2012 in Berlin, Quelle: Bundesregierung

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will mit einer neuen Beratungsinitiative das Energiesparpotenzial der Privathaushalte erschließen. Dazu fand am 9. Oktober 2012 in Berlin ein erstes Treffen des von Altmaier dazu ins Leben gerufenen "Runden Tisches" statt. Neben dem BDEW und weiteren Wirtschaftsverbänden sind dort auch Verbraucher-, Sozial- und Umweltverbände sowie Kommunen und Religionsgemeinschaften vertreten. Für das Ende November 2012 geplante 2. Treffen bereitet der BDEW ein Angebot auf Basis der bereits bestehenden Aktivitäten seiner Mitgliedsunternehmen vor. Zudem unterstützt der BDEW seine Mitgliedsunternehmen bei der Energieberatung in vielfältiger Weise.

Die Energiewende sei für Deutschland die größte wirtschaftspolitische Herausforderung seit dem Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg und die größte umweltpolitische Herausforderung überhaupt, so Bundesumweltminister Peter Altmaier. Ein bedeutsames Handlungsfeld sei die Stromeinsparung in den privaten Haushalten, 20 bis 30 Prozent seien ohne Komfortverlust möglich, so Altmaier. Diese Einsparung könne zudem die Preiserhöhungen abfedern. Um die Einsparpotenziale zu heben, soll jedem Haushalt bis 2020 eine Energieberatung angeboten werden. Um dies zu erreichen, will Altmaier bestehende Angebote in einer Initiative "Klimaschutz - Energieeffizienz zahlt sich aus" sinnvoll verzahnen und so die Reichweite erhöhen. Ein "Runder Tisch" mit Vertretern von Verbraucher-, Sozial-, Umwelt- und Wirtschaftsverbänden, der Kommunen und Religionsgemeinschaften am 9. Oktober 2012 in Berlin sammelte erste Ansichten und Meinungen.

Den BDEW vertrat Anke Tuschek, Mitglied der Hauptgeschäftsführung. Sie betonte, dass zum Ausschöpfen des ambitionierten Einsparpotenzials nach dem "Ernten der niedrig hängenden Früchte" - wie beispielsweise Glühlampentausch - weiteres Sparen mit Investitionen verbunden sei, z.B. für hocheffizienzte Großgeräte. Weiterhin unterstrich sie, dass bereits vielfältige Beratungsangebote der BDEW-Mitgliedsunternehmen vorhanden seien. Drei Viertel der BDEW-Mitgliedsunternehmen bieten u.a. eine stationäre Energieberatung an. Aktuelle BDEW-Erhebungen ergaben, dass z.B. spezielle Energie- oder Schuldnerberatungen für Kunden mit Zahlungsrückständen eine Marktabdeckung von über 50 Prozent haben. Im Rahmen der Initiative plädiert der BDEW für eine gestaffelte Herangehensweise: Ein Online-Beratungstool, das schnell viele Haushalte erreichen kann, wird ergänzt durch das Angebot einer persönlichen Beratung in einer Beratungsstelle sowie in besonderen Fällen auch beim Kunden zu Hause. Eine Qualitätssicherung der Angebote und eine Prüfung von Aufwand und Nutzen sind Grundbedingungen.

Für den 2. Runden Tisch voraussichtlich Ende November 2012 wird der BDEW ein Angebot, auf Basis der bestehenden Aktivitäten der Mitgliedsunternehmen, vorbereiten.

Unterstützung bei der Energieberatung
Seine Mitgliedsunternehmen unterstützt der BDEW mit vielfältigen Angeboten, Details siehe Beitrag "Energieberatungs-Angebote für BDEW-Mitgliedsunternehmen".


Weitere Informationen

aus dem Geschäftsbereich Energieeffizienz:

Dr. Jan Witt
Telefon 0 30 / 300 199-1370
E-Mail jan.witt@bdew.de

Claudia Oberascher
Telefon 0 30 / 300 199-1372
E-Mail claudia.oberascher@bdew.de

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