05. März 2010

BDEW zu den Erdgasbezugsquellen 2009:

Starke Veränderungen bei Erdgas-Importen

Bezug aus russischen Quellen ging 2009 zurück / Norwegen, Niederlande Dänemark und Großbritannien lieferten mehr Erdgas nach Deutschland

Berlin, 5. März 2010 - Der Bezug von Erdgas aus Russland ist im Jahr 2009 von 37 Prozent (2008) auf 32 Prozent spürbar zurückgegangen. Gleichzeitig wurde im vergangenen Jahr der Import von Erdgas aus anderen Ländern deutlich erhöht: Der Anteil norwegischen Erdgases stieg von 26 auf 29 Prozent, Lieferungen aus den Niederlanden wurden um einen Prozentpunkt auf 20 Prozent erhöht. Auch Erdgas aus dänischen und britischen Nordsee-Erdgasfeldern wurde verstärkt nachgefragt und trug sechs Prozent bei (2008: vier). Der Anteil der deutschen Eigenförderung lag 2009 bei 13 Prozent (2008: 14), meldete der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), heute auf Grundlage einer aktuellen Erhebung.

Die deutlichen Veränderungen der Erdgas-Importstruktur sind nach Angaben des Branchenverbandes auf die Lieferausfälle Anfang des Jahres 2009 zurückzuführen, als die russischen Erdgaslieferungen über die ukrainische Transitroute zeitweise unterbrochen waren. "Die deutschen Erdgasunternehmen konnten mehr Erdgas aus anderen Quellen und über andere Transportwege abrufen, die Erdgasversorgung war zu jedem Zeitpunkt gesichert", erläuterte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW. Deutschland verfüge außerdem mit seinen 47 Erdgasspeichern über die höchste Speicherkapazität in der Europäischen Union. Mit neuen Ferngasleitungen zum Import von Erdgas nach Europa wie zum Beispiel Nord Stream (Ostsee-Pipeline) oder Nabucco werde sich die Versorgungssicherheit Europas in Zukunft weiter erhöhen.

"Erdgas ist und bleibt ein sicherer und zuverlässiger Energieträger, der auch in Zukunft eine wichtige Rolle im Energiemix Deutschlands spielen wird. Erdgas hat eine zentrale Bedeutung für die Versorgung von Industrie und privaten Haushalten mit Wärme und bei der Stromerzeugung in Deutschland", betonte Müller.


Weitere Informationen

Jan Ulland
Stv. Pressesprecher
Telefon 0 30 / 300 199-1162
E-Mail presse@bdew.de

Nach dem Login (oben rechts) finden Mitglieder weitere Informationen und Serviceleistungen.