09. März 2010

BDEW zur BNetzA-Forderung nach einer Regulierung der Wasserwirtschaft:

Trinkwasser Lebensmittel Nummer 1 - keine beliebige Ware

Ökologische Aspekte der Trinkwasserversorgung unverzichtbar /
Fokussierung auf Preise greift zu kurz

Berlin, 9. März 2010 - "Trinkwasser ist nicht irgendein beliebiges, austauschbares Produkt, es ist das Lebensmittel Nummer eins in Deutschland. Bei einer Fokussierung allein auf die Wasserpreise werden Qualität, Versorgungssicherheit und Umweltschutz nicht im erforderlichen Umfang berücksichtigt. Hinter dem Lebensmittel Wasser steht eine Vielzahl von Dienstleistungen, die von Ort zu Ort sehr unterschiedlich sind. Dies führt zwangsläufig zu regional unterschiedlichen Preisen", sagte Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), heute anlässlich aktueller Forderungen der Bundesnetzagentur nach einer Regulierung der Wasserwirtschaft in Deutschland.

"Die Wasserversorgung ist heute untrennbar mit dem Gewässerschutz verbunden. Es müssen wichtige ökologische Aspekte berücksichtigt werden, die Versorgung muss in den Naturhaushalt eingebettet sein", führte Weyand weiter aus. So dürfe zum Beispiel die Wasserversorgung einer Metropole nicht zu negativen Auswirkungen für den Naturschutz in anderen Regionen führen. Hier setze das Wasserhaushaltsgesetz an, das eine ortsnahe Wasserversorgung vorschreibe und damit auch versuche, den Wassergebrauch und die natürliche Regenerationsfähigkeit des Ökosystems vor Ort miteinander in Einklang zu bringen. Damit werde nachhaltig die Wasserversorgung auch für kommende Generationen gesichert. "Dies sind wichtige Aspekte, die die Wasserversorgung von anderen Branchen unterscheidet", so Weyand.

Klar sei aber auch, dass die Verbraucher einen Anspruch auf Transparenz bei den Wasserpreisen haben. Deshalb fördere der BDEW den Dialog mit den Kunden mit dem Konzept der Kundenbilanz, die voraussichtlich im Frühjahr mit einem ersten Pilotprojekt starten wird. "Im Rahmen der Kundenbilanz werden Leistungs- und Qualitätsparameter, die für Ressourcenschonung, integrierten Umweltschutz und Versorgungssicherheit stehen, mit einbezogen. Die Kunden können dann auf anschauliche Weise nachvollziehen, wie sich bei diesen Unternehmen der Preis für die unterschiedlichen Leistungen zusammensetzt", so der Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser.


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Jan Ulland
Stv. Pressesprecher
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