19. März 2010

BDEW zum Weltwassertag am 22. März 2010:

Investitionen sichern hohe Trinkwasser-Qualität

Wasserversorger investierten 2009 rund zwei Milliarden Euro in Anlagen/
Weltwassertag unter dem Motto "Reines Wasser für eine gesunde Welt"

Berlin, 19. März 2010 - Der Tag des Wassers 2010 am kommenden Montag steht unter dem Motto "Reines Wasser für eine gesunde Welt". Mehr als eine Milliarde Menschen haben nach Angaben von UNICEF zu wenig oder kein sauberes Trinkwasser zur Verfügung. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden bis 2025 fast zwei Milliarden Menschen in Gebieten mit absolutem Wassermangel leben.

"Im Gegensatz zu vielen Regionen auf der Welt ist Deutschland - klimatisch begünstigt - ein wasserreiches Land. Es gibt bei der Versorgung mit Trinkwasser, anders als in vielen anderen Regionen der Welt, keine Mengenprobleme. Ausreichende Niederschläge und eine nachhaltige Gewässerbewirtschaftung stellen sicher, dass sich unsere Wasservorräte immer wieder erneuern", erläuterte Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Im Hinblick auf die Preisdiskussion betonte Weyand, dass eine reine Ökonomisierung der Wasserversorgung zu kurz greife. Notwendig sei eine nachhaltige Wasserwirtschaft unter Berücksichtigung von Qualität, Versorgungssicherheit sowie Gesundheits- und Umweltschutz.

Um die hohe Qualität des Trinkwassers in Deutschland zu sichern, investierten die Wasserver- und der Abwasserentsorgungs-Unternehmen jährlich hohe Summen: Die Investitionen in die öffentliche Trinkwasserversorgung betrugen im Jahr 2009 rund zwei Milliarden Euro, teilte der BDEW auf Grundlage einer vorläufigen Erhebung mit. Die Abwasserwirtschaft investiert nach Angaben des BDEW jährlich zwischen 3,5 und vier Milliarden Euro in ihre Kanalnetze.

"Die hohen Investitionen machen sich bezahlt: Deutschland hat mit knapp sieben Prozent die geringsten Wasserverluste in Europa", so Weyand. Im Unterschied dazu lägen sie beispielsweise in Italien, England und Frankreich zwischen 20 und 30 Prozent. Mit durchschnittlich weniger als zehn Schäden je 100 Kilometer Trinkwasser-Versorgungsleitung und Jahr liege Deutschland im europäischen und weltweiten Vergleich auf einem Spitzenplatz.


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Jan Ulland
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