08. Dezember 2010

BDEW zum aktuellen EU-Verordnungsvorschlag zum Stromgroßhandel:

Transparenz sicherstellen, Doppelregulierung des Energiehandels vermeiden

Einheitliches Regelwerk statt regulatorischem Flickenteppich erforderlich

Berlin, 8. Dezember 2010 - "Die heute von der Europäischen Kommission vorgestellte Initiative zur Markttransparenz im Stromgroßhandel kann zu einem verbesserten und fairen Wettbewerb im europäischen Energiehandel beitragen. Allerdings muss aus unserer Sicht alles dafür getan werden, Doppelregulierungen zu vermeiden, die für die Unternehmen zu unnötiger Bürokratie führen würden", sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) anlässlich der heutigen Vorstellung des Verordnungsvorschlages für Marktintegrität und -transparenz im Energiegroßhandel durch die Europäische Kommission in Brüssel. Der Aufwand für die Unternehmen hinsichtlich der vorgesehenen Berichtspflichten müsse sich zwar in einem für die Transparenz notwendigen, aber auch wirtschaftlich vertretbaren Rahmen bewegen.

Die Bundesregierung plane zeitgleich zur Initiative der Europäischen Kommission die Einrichtung einer Markttransparenzstelle in Deutschland. "Unsere Sorge ist, dass ohne eine Koordination dieser Überlegungen überflüssige Bürokratie und Doppelungen entstehen können. Wir fordern: soviel Transparenz wie möglich und so wenig Bürokratie wie nötig. Deshalb sollte es nur eine zuständige Stelle für alle Transparenzfragen geben", forderte Müller.

Die Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung wies darauf hin, dass sich der BDEW stets für ein maßgeschneidertes Regelwerk für den Energiebereich ausgesprochen habe. Der Energiegroßhandel drohe aber zunehmend unter die auf die Finanzmärkte zugeschnittene künftige Regulierung zu fallen.


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Jan Ulland
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