28. Oktober 2011, Berlin

BDEW zum Treffen der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE):

Aufbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur fördern

Elektroautos können einen relevanten Beitrag zur Speicherung von Strom leisten / Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur muss forciert werden

"Die kommenden Jahre werden entscheidend dafür sein, ob es Deutschland gelingt, Elektroautos den Weg in den Massenmarkt zu ebnen und wie von der Bundesregierung geplant bis 2020 eine Million Fahrzeuge auf die Straße zu bringen." Das sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), anlässlich eines Treffens aller Mitglieder der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) und weiterer Akteure in Berlin. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos müsse weiter forciert und die Förderung von Forschung und Entwicklung weiter vorangetrieben werden. Planungen der Bundesregierung sehen vor, dass die NPE im Mai 2012 einen weiteren Fortschrittsbericht zur Entwicklung der Elektromobilität vorlegen wird.

Bereits heute engagiert sich eine Vielzahl von BDEW-Mitgliedsunternehmen sowohl auf kommunaler als auch auf überregionaler Ebene im Bereich der Elektromobilität, indem sie zum Beispiel Modellprojekte zum Aufbau von Ladesäulen initiieren und begleiten, Forschungsvorhaben zur Speicherung des Stroms aus Erneuerbaren Energien fördern oder in der NPE mitarbeiten. "Für die Energiewirtschaft bedeutet der Ausbau der elektrischen Fahrzeugflotte einen wichtigen Baustein, die Energiewende zu meistern. Elektroautos in großer Zahl können einen relevanten Beitrag leisten, indem sie Strom aus schwankenden Erneuerbaren Energien in den Batterien der Fahrzeuge speichern. Eine hohe Zahl von Fahrzeugbatterien trägt dazu bei, das Energiesystem der Zukunft zu stabilisieren", sagte Müller.

Damit die geräuschlosen Automobile schnell ans Netz kommen, um künftig als effektive Speicher dienen zu können, kommt dem Infrastrukturaufbau eine besondere Bedeutung zu. Obschon die Ladesäulen weit überwiegend privat, also von den Fahrzeughaltern, errichtet werden sollen, darf in der Startphase auch der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur nicht vernachlässigt werden. "Wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass sich öffentliche Ladesäulen gerade in der Anfangszeit nicht von alleine tragen werden", sagte Müller. Die Energiebranche erwarte deshalb von der Politik eine Unterstützung für den Bau von öffentlichen Ladesäulen.

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