08. November 2011, Berlin

10. Wasserwirtschaftliche Jahrestagung 2011 in Berlin:

BDEW: Benchmarking-Projekte weiter ausbauen

BDEW: Benchmarking-Projekte haben sich in den Bundesländern erfolgreich entwickelt

"Die Politik hat sich in den vergangenen Monaten klar für eine Kontrolle von Wasserpreisen und -gebühren durch Kartellämter bzw. Kommunalaufsichtsbehörden und gegen eine Regulierung der Wasserwirtschaft ausgesprochen. Aus dieser inhaltlichen Übereinstimmung zwischen Politik und Branche erwächst für die Wasserwirtschaft aber auch die Verpflichtung, die Anstrengungen für noch mehr Transparenz bei den Wasserpreisen voran zu treiben und unsere Benchmarking-Projekte weiter auszubauen", sagte Wulf Abke, Vizepräsident Wasser/ Abwasser des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) heute auf der 10. Wasserwirtschaftlichen Jahrestagung in Berlin.

"Für uns ist klar: Regulierungsansätze führen in der Wasserwirtschaft in die Sackgasse. Aber: Bei dieser richtigen Feststellung können wir als Wasserwirtschaft nicht stehen bleiben. Die Kunden verlangen heute mehr Transparenz bei unterschiedlich hohen Preisen. Wir müssen diese Unterschiede glaubhaft erklären", so Abke. Ein geeignetes Instrument hierfür sei die Kundenbilanz. Mit der Kundenbilanz kann jedes Wasserversorgungsunternehmen ausweisen, welche Leistung und Qualität es unter den jeweiligen örtlichen Bedingungen sichert und den Kunden die damit möglicherweise verbundenen Preisunterschiede erläutern. Der BDEW wirbt bei den Unternehmen im Rahmen von Sonderveranstaltungen in den Bundesländern weiterhin kontinuierlich für eine Beteiligung an diesem Transparenz-Instrument.

Auch das Benchmarking, also den Leistungsvergleich zwischen Unternehmen, wolle der BDEW weiter ausbauen. "Die Benchmarking-Projekte haben sich in den Bundesländern erfolgreich entwickelt. Immer mehr Unternehmen der Wasserwirtschaft machen mit. Es ist positiv zu bewerten, dass sich Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen aktiv für das Benchmarking beziehungsweise für eine Kombination mit der Kundenbilanz ausgesprochen haben und diesem Instrumentarium den Vorzug geben vor kartellrechtlichen Maßnahmen. Aber: Wir dürfen uns darauf nicht ausruhen, sondern müssen diese Leistungsvergleiche weiter fortführen. Hier gilt es aktiv noch mehr Teilnehmer zu gewinnen", sagte der BDEW-Vizepräsident. Diejenigen Unternehmen, die an Benchmarking-Projekten teilgenommen haben, bewerteten dies als sehr positiv.

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Jan Ulland
Pressesprecher / Press Spokesman
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