07. Dezember 2011

BAFA beim BDEW: Noch zu wenige BDEW-Mitglieder auf der Anbieterliste für Energiedienstleistungen

Noch immer ist die Resonanz der Energieunternehmen auf die Aufforderung zur Eintragung in die Anbieterliste nach Paragraph 7 des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) deutlich geringer als erwartet. Unter den fast 1.000 Anbietern, die sich bisher eintragen wollen bzw. die eingetragen sind, befinden erst 89 BDEW-Mitgliedsunternehmen. Dies teilte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bei einem Besuch in der BDEW-Hauptgeschäftsstelle in Berlin mit.

Am 11. November konnte der BDEW eine Besuchergruppe des BAFA aus Eschborn in Berlin begrüßen und über seine Arbeit informieren. Im Rahmen einer Weiterbildungsreise für Führungskräfte des BAFA, in deren Verlauf die 16-köpfige Gruppe unter anderem den BDI, das Auswärtige Amt, das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und das Bundesumweltministerium (BMU) näher kennenlernte, hatte auch der BDEW mit Hauptgeschäftsführungsmitglied Anke Tuschek an der Spitze Gelegenheit, seine Arbeit vorzustellen und einige Themen mit der Gruppe zu diskutieren. Dabei ging es u.a. um Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbare Energien, Gasmarktentwicklung und unkonventionelle Gasvorkommen sowie das Energiedienstleistungsgesetz und die europäische Energieeffizienzrichtlinie und die energiewirtschaftlichen Auswirkungen der Energiewende.

Das BAFA nimmt Aufgaben in den Bereichen Außenwirtschaft, Wirtschaftsförderung und Energie des Bundes wahr. Schwerpunkt der Wirtschaftsförderung ist die Abwicklung von Förderprogrammen für kleine und mittlere Unternehmen. Im Energiesektor setzt das BAFA Fördermaßnahmen zur stärkeren Nutzung erneuerbarer Energien, zur Energieeinsparung und für den deutschen Steinkohlebergbau um und wirkt an der Krisenvorsorge im Mineralölbereich mit. Das BAFA erstellt und veröffentlicht verschiedene Statistiken zum deutschen Erdgasmarkt. Zudem erteilt es Genehmigungen für die Einfuhr von Erdgas gemäß Paragraph 22 Außenwirtschaftsverordnung, soweit das Gas nicht aus EU-Mitgliedstaaten sowie den übrigen Vertragsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) stammt.

Anbieterliste noch hinter den Erwartungen
Im Rahmen der Veranstaltung, bei der es auch um eine Vertiefung der guten Kontakte zwischen dem BAFA und dem BDEW ging, wurde auch die Umsetzung des EDL-Gesetzes diskutiert. Sowohl aus Sicht des BAFA als auch des BDEW bleibt insbesondere die Anbieterliste nach § 7 EDL-G noch hinter den Erwartungen zurück. Unter den fast 1.000 Antragstellern für die Aufnahme in die Anbieterliste finden sich erst 89 BDEW-Mitgliedsunternehmen. Dies spiegelt sicher bei Weitem nicht das Angebot an Energiedienstleistungen aus dem Bereich der BDEW-Mitgliedsunternehmen wieder. Der BDEW hat zugesichert, seine Mitglieder noch einmal verstärkt auf die Anbieterliste, auf die sie in ihren Veröffentlichungen selber hinweisen müssen, aufmerksam zu machen. Gleichzeitig merkte der BDEW aber an, dass sowohl die etwas spröde Eingabeprozedur für Anbieter als auch die für den potenziellen Kunden unübersichtliche Suche nach Anbietern derzeit noch Hemmnisse für die Akzeptanz der Anbieterliste sind. Hier versprachen die Vertreter des BAFA Besserung; an einem verbesserten Suchportal für Kunden wird bereits gearbeitet.

Weitere Informationen zum BAFA finden sich auf der Internetseite des BAFA. Informationen und Hinweise zum Eintrag in die Anbieterliste finden sich auf den entsprechenden Webseiten der Bundesstelle für Energieeffizienz.


Weitere Informationen

Hartmut Kämper
Geschäftsbereich Energieeffizienz
Telefon 0 30 / 300 199-1373
E-Mail hartmut.kaemper@bdew.de

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