02. Mai 2011

BDEW-Vorschläge zur Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)

Am 12. April hat der BDEW seine "Vorschläge zur EEG-Novelle 2012" veröffentlicht und noch vor dem für Mai 2011 erwarteten EEG-Erfahrungsbericht in die energiepolitische Diskussion eingespeist.

Der BDEW trägt mit diesen Vorschlägen der steigenden Bedeutung der erneuerbaren Energien Rechnung und unterstützt ausdrücklich das von der Bundesregierung in ihrem Energiekonzept definierte Ausbauziel eines Anteils von 35 Prozent erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch 2020. Trotzdem - oder gerade deshalb - ist aus Sicht des BDEW auch auf die Herausforderungen für die Systemsicherheit und die Strommärkte hinzuweisen, die mit der zunehmenden volatilen Einspeisung von Strommengen einhergehen und deren Bewältigung unverzüglich angegangen werden muss. Vor allem der zunehmende Anteil der fluktuierenden Einspeisung aus Windenergie- und Photovoltaikanlagen erhöht die Anforderungen an die Flexibilität der gesamten Stromversorgung sowie auch die Systemkosten.

Insbesondere vor dem Hintergrund des aktuell diskutierten beschleunigten Ausbaus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stellt der BDEW Fragen zur Markt- und Systemintegration in den Mittelpunkt. Nur ein ökologisch und ökonomisch effizienter und dabei systemverträglicher weiterer Ausbau der erneuerbaren Energien ist wirtschaftlich langfristig tragfähig. Dieser systemverträgliche Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien steht deshalb im BDEW-Positionspapier im Fokus des ersten Kapitels "Zentrale Weichenstellungen". Die dortigen Vorschläge umfassen folgende Themen:

  • Marktintegration,
  • Systemintegration,
  • Netzausbau,
  • Teilnahme erneuerbarer Energien am Regelenergiemarkt,
  • Energiespeicher,
  • weitere netzstützende Maßnahmen durch EEG-Anlagen.

Im anschließenden Kapitel "Konkrete Vorschläge zur EEG-Novelle" werden zahlreiche weitere Vorschläge zu Details des EEG unterbreitet, die der Herstellung von Rechtssicherheit und der Optimierung von Prozessen dienen oder Fehlentwicklungen korrigieren.


Weitere Informationen

Stefan Thimm
Geschäftsbereich Stromerzeugung
Telefon 0 30 / 300 199-1310
E-Mail stefan.thimm@bdew.de

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