01. Juni 2011

Hausgeräteindustrie präsentiert die ersten Smart-Grid-fähigen Hausgeräte

Bereits zur letzten Internationalen Funkausstellung (IFA) im September 2010 in Berlin stellten die ersten Hausgerätefirmen ihre Konzepte für "Smart-Grid"-fähige Geräte vor. Die ersten Geräte sind inzwischen im Handel erhältlich.

Auch Hausgeräte können dazu beitragen, durch Verlagerung der Nutzung das Stromnetz zu entlasten. Erste Geräte und Konzepte wurden bereits 2010 rund um die Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin vorgestellt und fanden ein hohes Interesse. Die ersten Geräte sind im Handel erhältlich.

Miele bietet aktuell zwei Waschmaschinen und einen Wäschetrockner unter dem eigenen Label "SG ready" an. Weitere Geräte sollen im Laufe dieses Jahres folgen. Diese Geräte starten automatisch dann, wenn der Strom am günstigsten ist. Die Modelle können mit einem zusätzlichen Kommunikationsmodul ausgestattet werden und tauschen über die vorhandene Stromleitung im Haus Daten mit dem Miele-Gateway aus. Auf dem Gateway - eine Box im kompakten Format - sind sowohl Steuerungsfunktionen wie "Start" und "Stop" als auch ein Kalender hinterlegt. Für die Installation verbindet der Benutzer seinen PC mit dem Gateway und gelangt so auf die Benutzeroberfläche des Gateways. Dort trägt er die Stromtarife des Energieversorgers im Kalender ein. Noch einfacher ist es, wenn das Energieversorgungsunternehmen die Tarife beispielsweise in Form einer RSS-Meldung über den WLan-Router direkt auf das Gateway überträgt. Nach Eingabe der Tarife aktiviert der Benutzer am Hausgerät über das Display die Smart-Start-Funktion. Es folgt die Eingabe des frühesten Starttermins (beispielsweise 7 Uhr) und der spätesten Endzeit (beispielsweise 20 Uhr). So ist gewährleistet, dass etwa der Waschvorgang zu einem definierten Zeitpunkt abgeschlossen ist. Außerdem werden Gerätelaufzeiten in der Nacht, so sie nicht gewünscht sind, vermieden.

Praxistests
Alle Mitgliedsunternehmen der beim BDEW beheimateten Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung (HEA) aus der Hausgeräteindustrie sind darüber hinaus an zahlreichen Praxistests mit Energieversorgern beteiligt. Zum Beispiel untersuchen sowohl Liebherr als aus BSH Bosch und Siemens Hausgeräte jeweils das Lastverschiebepotenzial intelligenter Gefriergeräte im realen Umfeld. Liebherr will Ergebnisse bereits zur diesjährigen IFA vom 2. bis 7. September in Berlin präsentieren. Dann sollen auch weitere Kältegeräte mit Smart Grid-Funktion vorgestellt werden. Der BDEW wird zur IFA eine Übersicht über entsprechende neue Produkte veröffentlichen.


Weitere Informationen

Claudia Oberascher
Geschäftsbereich Energieeffizienz
Telefon 0 30 / 300 199-1372
E-Mail claudia.oberascher@bdew.de

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