22. Mai 2010

Heizen mit Abwasser - neuer Markt für Contracting

Was viele noch nicht wissen, im Abwasser steckt eine enorme Wärmemenge, mit der in Deutschland 10 Prozent der Gebäude beheizt werden könnten. In der Schweiz wurden bereits 80 Anlagen realisiert, die größte Anlage versorgt ein ganzes Industriequartier in der Nähe von Zürich und liefert 20 MW Wärme- und 8 MW Kälteleistung. Auch in Deutschland beginnt sich diese umweltfreundliche Technologie langsam zu entwickeln, ist sie doch gegenüber konventionellen Heizanlagen wirtschaftlich konkurrenzfähig.

In den Abwasserkanälen fliest ständig Abwasser in großen Mengen nach; selbst an den kältesten Wintertagen sinkt die Temperatur hier selten unter 10 °C. Abwasser ist deshalb eine günstige Wärmequelle für Wärmepumpen zur Beheizung von Gebäuden. Da die Abwassertemperaturen im Sommer kaum über 20 °C steigen, können die Gebäude mit solchen Anlagen auch gekühlt werden. Die Wärme wird dem Abwasser mit speziellen Wärmetauschern entnommen.

Die Wärmepumpen arbeiten dank den hohen Temperaturen mit der Wärmequelle Abwasser sehr effizient und kostengünstig. Bei Neubauten werden Jahresarbeitszahlen von 4 bis 5, bei bestehenden Gebäuden zwischen 3,5 und 4 erreicht.
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