02. Mai 2011

Neue RAL-Richtlinie: Einstieg in eine intelligent vernetzte Gebäudetechnik

Mit der Richtlinie RAL-RG 678 liegt nun ein neuer Standard für die Ausstattung der Elektroinstallation in Wohngebäuden vor. Sie enthält Kriterien für eine erweiterte Ausstattung mit Gebäudesystemtechnik. Die vom RAL Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung zertifizierte Gütekennzeichnung ist damit ein erster praxisorientierter Schritt hin zum "Smart Home".

Auf etwa drei Prozent der Gesamtinvestitionen belaufen sich aktuell in einem neu gebauten Einfamilienhaus durchschnittlich die Aufwendungen für die Elektroinstallation. Aber es gibt gute Gründe für höhere Investitionen und damit eine bessere Ausstattung: Zum einen verändert sich die Anzahl der Elektrogeräte im Haushalt rasant, gerade im Bereich der Kommunikationstechnik wächst der Ausstattungsgrad sehr schnell an. Um hier eine sichere Infrastruktur zu gewährleisten, sollte der Bauherr die Elektroinstallation entsprechend quantitativ und qualitativ zukunftssicher auslegen.

Zum anderen gibt es die Notwendigkeit von mehr Energieeffizienz. Gerade die Verknüpfung der klassischen Elektroinstallation mit Komponenten der Gebäudesystemtechnik schafft dafür neue Möglichkeiten und Perspektiven. Bereits mit geringem Mehraufwand lassen sich mittels Gebäudesystemtechnik Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung, Sonnenschutz und weitere Funktionen vernetzen. Die RAL-Richtlinie fordert schon in der Basisaustattung Vorbereitungen für die Funktionsbereiche Schalten/Dimmen, schaltbare Steckdosen zum Energiemanagement, Sonnenschutz, Heizen, Kühlen, Lüften sowie Sicherheit durch vorbereitende Installationen von BUS-Technik.


Weitere Informationen

Michael Conradi
Geschäftsbereich Energieeffizienz
Telefon 0 30 / 300 199-1374
E-Mail michael.conradi@bdew.de

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