01. Juni 2011

Verbrauchskostenbetrachtung verschiedener Heizsysteme

Der aktuelle BDEW-Heizkostenvergleich für den Altbau stellt unterschiedliche Heizungs- und Trinkwassererwärmungssysteme in einem Vollkostenvergleich gegenüber. Neben dem Vollkosten-Ranking der verschiedenen Systeme lassen sich aus den Berechnungen noch weitere Ergebnisse ablesen.

Im aktuellen BDEW-Heizkostenvergleich "Altbau 2010" werden unterschiedliche Systeme der Gebäudebeheizung und der Trinkwassererwärmung miteinander verglichen. Neben den Vergleichsvarianten mit Gas- und Öl-Brennwerttechnik sind vor allem Systeme aufgeführt, die die Anforderungen des Erneuerbare-Wärme-Gesetz in Baden-Württemberg erfüllen, also in der Regel erneuerbare Energien wie beispielsweise Bio-Erdgas oder Geothermie nutzen.

Durch die vergleichsweise hohen Anfangsinvestitionen, die bei einigen Systemen erforderlich sind, kann es leicht passieren, dass diese in einem Vollkostenvergleich nicht sonderlich gut abschneiden. Hier sollte berücksichtigt werden, dass es vielfach noch öffentliche Förderung durch Bund, Länder, Kommunen und Energieversorger gibt - insbesondere bei Systemen, die erneuerbare Energien nutzen. Aufgrund der sich schnell ändernden Modalitäten wurden keine Fördermittel im Heizkostenvergleich berücksichtigt.

Betrachtet man die reinen jährlichen Verbrauchskosten - die neben den reinen Brennstoff- bzw. Energiekosten auch die Kosten für Hilfsenergie und  Brennstoffbevorratung enthalten –, so ergibt sich gegenüber dem Vollkostenvergleich ein völlig anderes Bild, das vor allem die Stärken der verschiedenen Wärmepumpentechnologien zeigt. Zusammen mit den Mini- und Mikro-KWK-Anlagen haben diese die geringsten verbrauchsgebundenen Kosten (siehe geschützte PDF-Datei unter "Anlagen und Materialien", Kennwort 1234). Auch Systeme mit dezentraler elektrischer Trinkwassererwärmung sind hierbei durchaus konkurrenzfähig. Hohe Anfangsinvestitionen und niedrige Verbrauchskosten stellen ideale Randbedingungen für Contracting-Lösungen dar. Der Contracting-Dienstleister übernimmt hierbei die Investitionskosten und gewährleistet einen dauerhaft effizienten Betrieb der Anlagen.


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Alexander Sperr
Geschäftsbereich Energieeffizienz
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