Donnerstag, 13. Juni 2013

09:00 - 10:30
Panel 1

Perspektive Versorgungssicherheit


Die zuverlässige Versorgung mit Strom und Gas liegt in der Hand vieler Akteure unterschiedlicher Wertschöpfungsstufen. Die Entflechtung der Unternehmen, der im Zuge der Energiewende stetig steigende Anteil Erneuerbarer Energien sowie der Wegfall gesicherter Kraftwerksleistung, insbesondere im Süden Deutschlands, stellen die Energiewirtschaft vor enorme Herausforderungen. Im Februar 2012 zeigte sich deutlich, dass die Energiewirtschaft nach wie vor in der Lage ist, auch in schwierigen Situationen die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Jedoch sind heute die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit dies auch in Zukunft den Unternehmen möglich sein wird.

- Wie sieht ein marktwirtschaftlicher Rahmen aus, in dem die Akteure die Versorgungssicherheit gewährleisten können?
- Wie lassen sich die Verantwortlichkeiten gesetzlich regeln?

Bernhard Beck, Geschäftsführer, BELECTRIC Solarkraftwerke GmbH, Kolitzheim
Dr. Jörg Bergmann, Mitglied der Geschäftsführung, Open Grid Europe GmbH, Essen
Michael G. Feist, Vorsitzender des Vorstandes, enercity, Hannover
Jochen Homann, Präsident, Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, Bonn
Rainer Joswig, Geschäftsführer, TransnetBW GmbH, Stuttgart
Dr. Adolf Schweer, Kaufmännischer Geschäftsführer, Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH, Halle (Saale)

Moderation:
Christian Spanik, Moderator und TV-Journalist, Netproducer GmbH, Unterföhring
09:00 - 10:30
Panel 2

Fördersystem für Erneuerbare Energien - wie und wie lange noch?


Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) haben die Erneuerbaren Energien einen Anteil rund 22 Prozent an der Brutto-Stromerzeugung innerhalb weniger Jahre erreicht. Aber die Kosten des Fördersystems werden als EEG-Umlage zur massiven Belastung für die Verbraucher. Fördereffizienz, Transparenz und Vermeidung unnötig hoher Folgekosten sind daher zentrale Anforderungen an ein zukünftiges System zur Förderung Erneuerbarer Energien. Muss der Zubau von Anlagen stärker gesteuert werden, sodass er mit dem Netzausbau zusammenpasst? Langfristig kann nur eine marktwirtschaftlichere Ausrichtung für mehr Effizienz im System sorgen. Dazu ist es notwendig, dass Preissignale des Marktes bei den Anlagenbetreibern „ankommen“ und dass auch die Erneuerbaren mehr und mehr Systemverantwortung übernehmen.

- Welchen Anforderungen muss das zukünftige System zur Förderung Erneuerbarer Energien genügen?
- Welche Maßnahmen können für mehr Effizienz im System sorgen?

Dr. Martin Baumert, Geschäftsführer, Naturwatt GmbH, Oldenburg
Dr. Hans Bünting, CEO, RWE Innogy GmbH, Essen
Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer, Bundesverband Erneuerbare Energien e.V. (BEE), Berlin
Dr. Hans-Peter Frank, Prokurist, Leiter Energiebeschaffung, Handel und Stromerzeugung, ovag Energie AG, Friedberg
MinDir Dr. Urban Rid, Abteilungsleiter, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Berlin

Moderation:
Dr. Hajo Schumacher, Journalist, Berlin
09:00 - 10:30
Panel 3

Energiehandel: Müssen Energieversorger Banken werden?


Die Finanzmärkte sicherer machen – dieses Ziel verfolgen die EU-Richtlinie MifiD und die EU-Verordnung EMIR. Die berechtigte Reaktion auf die Finanzkrise wirkt sich auch auf den Handel mit Strom und Gas aus. Gerade in der Beschaffung, wo Mengen und Preise langfristig abgesichert werden, könnten die genutzten Termingeschäfte betroffen sein. So müssen zukünftig alle OTC Derivate gemeldet werden. Zudem besteht seit dem März 2013 auch für Unternehmen der Realwirtschaft die Pflicht zu prüfen, ob Positionen gecleart werden müssen. Darüber hinaus werden bewährte Ausnahmetatbestände im Handel mit Waren angepasst, die auch direkt die kommunalen Beschaffungsplattformen betreffen. Es besteht die Gefahr, dass die Änderungen die positiven Entwicklungen des Wettbewerbs im Energiehandel wieder rückgängig machen werden.

- MiFiD, EMIR & Co – Wie kann die Energiebranche darauf reagieren?
- Wie reagiert der Wettbewerb auf diese Maßnahmen?
- Welche Perspektiven des Energiehandels und Trends auf den globalen Rohstoffmärkten sind zu beobachten?

Dr. Alexander Kox, Bereichsleiter Stromwirtschaft, Trianel GmbH, Aachen
Christoph Müller, Geschäftsführer, EnBW Trading GmbH, Karlsruhe
Gregor Pett, Senior Vice President Commercial Operations and Analysis, E.ON SE, Düsseldorf
Dr. Carsten Sieling, MdB, Mitglied im Finanzausschuss, SPD, Berlin

Moderation:
Henning Krumrey, Stellv. Chefredakteur und Leiter des Hauptstadtbüros, Wirtschaftswoche, Berlin
09:00 - 10:30
Panel 4

Herausforderungen im Wärmemarkt: Von der Realität im Heizungskeller zum Sanierungsfahrplan


Die Energiewende ist ohne die energetische Optimierung des Wärmemarktes nicht möglich. Von der Bundesregierung wurden bereits ambitionierte Ziele für den Wärmemarkt formuliert: So soll der Wärmebedarf in Deutschland bis 2020 um 20 Prozent im Vergleich zu 2008 sinken und der Primärenergieverbrauch im Bereich Wärme bis 2050 sogar 80 Prozent niedriger ausfallen. Doch welcher ist der richtige Weg: Energieeinsparung, Wärmedämmung oder effiziente Beheizungssysteme? Letztlich wird sich durchsetzen, was der Kunde mitträgt. Über ein Gebäudesanierungsprogramm könnte viel Potenzial zur Reduktion von CO2-Emissionen erschlossen werden. Alternativ zur Dämmung um jeden Preis kann aber auch durch den Austausch alter Heizungssysteme CO2 vermieden werden.

- Wie lassen sich die Reduktionsziele in der Praxis möglichst schnell, wirkungsvoll und zu tragbaren Kosten realisieren?
- Welchen Einfluss haben Förderprogramme und gesetzliche Rahmenbedingungen auf die Wärmeversorgung der Zukunft?
- Wann kommt der Sanierungsfahrplan zur Gebäudesanierung?

Heike Heim, Vorstandsvorsitzende, Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach
Dr. Gerhard König, Geschäftsführer (Sprecher), WINGAS GmbH
Dr. Holger Krawinkel, Abteilungsleiter Energie & Umwelt, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv), Berlin
MinDirig Franzjosef Schafhausen, Abteilungsleiter Klimaschutzpolitik; Europa und Internationales, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Berlin
Dr. Hannes Wölfer, Geschäftsführender Gesellschafter der management consult Dr. Eisele & Noll GmbH, Mannheim (Impuls)

Moderation:
Joffrey Streit, Rundfunk- und Fernsehmoderator, Kulmbach
09:00 - 10:30
Panel 5

Energieeffizienz und Smart Market: Intelligente Vertriebsmodelle für 2020


Ein Smart Market führt volatile Erzeugung und Verbrauch zusammen – und ermöglicht damit den Systemwechsel von der verbrauchsorientierten Energieerzeugung hin zum erzeugungsorientierten Verbrauch. Das erfordert insbesondere ein neues Rollenverständnis für Kunden und Vertriebe. Ein Demand Side Management kann für den Ausgleich von Spitzen bei Stromerzeugung und -verbrauch sorgen. Bisher fehlen jedoch Anreize für den Kunden, den Strom verstärkt zu nutzen, wenn er im Überfluss vorhanden ist, und auch bei Knappheit entsprechend zu reagieren. Technische Lösungen von der stromerzeugenden Heizung bis zu intelligenter Haushaltstechnik sind vorhanden. Es fehlen Rahmenbedingungen für wirtschaftliche Anreize und Bilanzierungsmodelle, die einen Smart Market und neue Geschäftsmodelle im Bereich Energieeffizienz und Integration Erneuerbarer Energien ermöglichen.

- Akzeptiert der Kunde diese Geschäftsmodelle?
- Was sind die nächsten To-dos für Branche und Politik?

Dr. Britta Buchholz, Leiterin Smart Grids Central Europe, ABB AG, Mannheim
Frank Dinter, Geschäftsführer, ENTEGA Privatkunden GmbH & Co. KG, Darmstadt
Stefan Grützmacher, Vorstandsvorsitzender, GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft, Berlin
Michael Lucke, Geschäftsführer, Allgäuer Überlandwerk GmbH, Kempten
Andreas Meiwes, Mitglied des Vorstandes, Caritasverband für das Bistum Essen e.V., Essen

Moderation:
Dr. Helmut Edelmann, Director Utilities, Ernst & Young GmbH Wirtschafts- prüfungsgesellschaft, Düsseldorf
10:30 - 11:15

Kaffeepause in der Ausstellung

11:15 - 11:30

Vorstellung der Charity Projekte 2013

Elvira Greiner, 1. Vorsitzende, Andheri-Hilfe Bonn e. V., Bonn
Ralf Knoche, 1. Vorsitzender, Ingenieure ohne Grenzen e. V., Berlin
11:30 - 12:15

Das Streben nach Eigenversorgung - Kommunen, Industrie und Bürger

Dialog Direkt!


Den eigenen Strom selbst erzeugen und damit unabhängig werden? Diese Idee findet in Industrie, Privathaushalten aber auch in Kommunen immer mehr Anhänger. Die Gründe sind vielschichtig: Für Industriebetriebe kann die Versorgungssicherheit ein Argument für den Einstieg in die Stromversorgung sein. Ein eigenes Kraftwerk kann hier für Unabhängigkeit sorgen. Und auch für Haushalte und Kommunen gibt es zunehmend den Wunsch, sich von den Energieversorgern unabhängig zu machen, insbesondere in preislicher Hinsicht. Begünstigt wird dieser Trend durch die derzeitigen Rahmenbedingungen: So macht der Staatskostenanteil auf der Stromrechnung eines Haushaltskunden rund 50 Prozent aus. Beim Verbrauch von selbst erzeugtem Strom sind Haushalte hingegen von den Netzentgelten befreit - zu Lasten der übrigen Verbraucher. Dies wirft Fragen nach einer sozialen Schieflage auf.

- Was ist energie- und volkswirtschaftlich sinnvoll?
- Drohen die Energieversorger zu den "Lückenbüßern" im System zu werden?

Dr. Werner Brinker, Vorsitzender des Vorstandes, EWE Aktiengesellschaft, Oldenburg
Markus Conrad, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wörrstadt, Wörrstadt
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Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung, Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Berlin
Heinz Siemer, Leiter Beteiligungen und Energiestrategie, VW Kraftwerke GmbH

Moderation:
Brigitte Bastgen, Fernsehjournalistin, ZDF und Arte, Mainz
12:15 - 13:45

Mittagspause in der Ausstellung

13:45 - 14:15

Rede des Bundeswirtschaftsministers

Dr. Philipp Rösler, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Berlin
14:15 - 15:30

Der Preis der Infrastruktur: Herausforderungen für die Energie- und Wasserwirtschaft

Podiumsdiskussion


Ein Netz von Rohren und Leitungen, das vielfach um die Erde reichen würde, versorgt 80 Millionen Deutsche jederzeit und zuverlässig mit Wasser und Energie. Der Aufbau einer solchen Infrastruktur ist kostenintensiv und der Betrieb auf Jahrzehnte ausgelegt. Die Veränderung der politischen Rahmenbedingungen im Strom- und Gasbereich, der demografische Wandel im Wasserbereich – sie stellen das System und seine Finanzierung vor große Herausforderungen. So stoßen vor allem die aktuellen Tarifmodelle an ihre Grenzen.

- Was soll die Infrastruktur kosten und was muss sie künftig leisten?
- Finanzierung der Grundversorgungs-Infrastruktur – Brauchen wir neue Tarifmodelle für die Wasserwirtschaft?

Ulf Altmann, Sprecher der Geschäftsführung, NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG, Berlin
Prof. Thorsten Beckers, Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik (WIP), Technische Universität Berlin, Berlin
Nikolaus Geiler, Freiburger Arbeitskreis Wasser, Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU), Bonn
Rainer König, Partner, Ernst & Young GmbH, Düsseldorf
Torsten Maus, Vorsitzender der Geschäftsführung, EWE NETZ GmbH, Oldenburg
Wolfgang Müller, Geschäftsführer, Stadtwerke Saarlouis GmbH, Saarlouis
Dr. Franz-Josef Schulte, Geschäftsführer, RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr

Moderation:
Brigitte Bastgen, Fernsehjournalistin, ZDF und Arte, Mainz
15:30 - 16:15

Kaffeepause in der Ausstellung

16:15 - 16:35

Rede des Spitzenkandidaten Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender, Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Berlin
16:35 - 17:05

Rede des Bundesumweltministers

Peter Altmaier, MdB, Berlin
17:05

Schlusswort

Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung
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