01. Juni 2012

Elektromobilität: BDEW-Vorstand votiert für kundenfreundlichen Zugang zu öffentlichen Ladesäulen

In seiner Sitzung am 8. Mai 2012 hat sich der BDEW-Vorstand einstimmig für einen kundenfreundlichen Zugang zur öffentlichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ausgesprochen. Bis 2014 sollen 90 Prozent der öffentlichen Ladesäulen ein "barrierefreies" Laden technisch zulassen. Als präferierte Branchenlösung empfiehlt der Vorstand den Zugang per SMS.

Viele öffentlich zugängliche Ladepunkte sind gegenwärtig nur für registrierte Kunden des jeweiligen Betreibers der Ladesäule zugänglich. Dies birgt die Gefahr, die Verbreitung der Elektromobilität zu behindern. Zwar werden nach den bisherigen Erfahrungen vorrangig die Ladepunkte im privaten Bereich genutzt, also zu Hause oder am Arbeitsplatz. Dennoch ist die Verfügbarkeit öffentlicher Ladesäulen auf Grund der noch stark eingeschränkten Reichweite von Elektrofahrzeugen für viele (potentielle) Kunden wichtig. Sind diese aber ausschließlich für registrierte Kunden zugänglich, ist dies hinderlich und für den Kunden, der von einer Tankstelle eine unkomplizierte Handhabung gewohnt ist, nicht nachvollziehbar.

Die Erwartung der Kunden, aber auch der Automobil- und Energiewirtschaft an einen kundenfreundlichen, "barrierefreien" Zugang zu den öffentlichen Ladesäulen war Gegenstand der letzten Vorstandssitzung. Zuvor hatte sich bereits die Projektgruppe "Ladeinfrastruktur und Netzintegration" mit dieser Frage befasst und empfohlen, die öffentlichen Ladesäulen technisch so auszustatten, dass ein Laden ohne vorherige bürokratische Hemmnisse möglich ist. Verschiedene Mitgliedsunternehmen haben dazu bereits Lösungsansätze entwickelt und eingeführt :

  • "Frankfurter Modell" (zeitabhängiges Laden, Ladestation gekoppelt an Parkscheinautomat, d.h. mit der Wahl der Parkdauer kann gleichzeitig das Laden des Elektrofahrzeuges für eine bestimmte Dauer gebucht werden),
  • SMS (zeitabhängiges Laden durch Anmeldung mit dem Mobiltelefon),
  • Webapplikation eines Smartphones,
  • Anruf bei der Hotline.

Der Vorstand begrüßt die Initiative der Projektgruppe. Er unterstützt das Ziel, einen kundenfreundlichen Zugang zur öffentlichen Ladeinfrastruktur zu schaffen. Bis 2014 sollte ein Anteil von 90 Prozent der öffentlichen Ladesäulen ein "barrierefreies" Laden technisch zulassen. Als präferierte Branchenlösung empfiehlt er die SMS-Option.


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aus dem Stabsbereich Mobilität

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E-Mail sandra.gruschovnik@bdew.de

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