Leitfaden Krisenvorsorge Gas

Für die Unternehmen der Erdgaswirtschaft ist die sichere und verlässliche Versorgung ihrer Kunden Kernelement der täglichen Arbeit. Diese Zuverlässigkeit ist für die Verbraucher – für Haushaltskunden, die auf Basis der europäischen Verordnung geschützt sind, ebenso wie für Gewerbe- und Industriekunden sowie angrenzende EU-Mitgliedstaaten – von zentraler Bedeutung.

Die Branche nimmt im Zusammenspiel zwischen Netzbetreibern, Speicherbetreibern, Händlern und Vertrieben ihre Verantwortung zur Gewährleistung einer möglichst sicheren Versorgung ernst und ist mit einem breiten Instrumentarium aufgestellt. Hierzu gehört auch, gut vorbereitet zu sein. Die Versorgungssituation im Februar 2012 hat gezeigt, dass mehr Transparenz und die frühzeitige Etablierung von Kommunikationswegen wesentliche Verbesserungen in der Prävention bewirken.

Der Leitfaden beschreibt deshalb in erster Linie prozessuale Abläufe und damit verbundene Informationspflichten sowie Kommunikationswege für eine koordinierte Umsetzung von Maßnahmen nach § 16 und § 16a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), insbesondere zwischen vorgelagerten und nachgelagerten Netzebenen.

Der Leitfaden Krisenvorsorge Gas beschreibt somit die Prozesse, die die Anforderungen des § 21 Systemverantwortung der Kooperationsvereinbarung Gas (KoV) VI konkretisieren. Hat ein dem Fernleitungsnetzbetreiber unmittelbar nachgelagerter Netzbetreiber mit allen ihm unmittelbar oder mittelbar nachgelagerten Netzbetreibern Prozesse abgestimmt und implementiert, die den Prozessen (Kapitel 6) des Leitfadens nicht entgegen stehen, dann ist dieses Vorgehen zulässig.

Die Kommunikation zwischen Netzbetreibern (NB) und Transportkunden (TK) ist, mit der Ausnahme eines Informationserfordernisses, in diesem Leitfaden nicht geregelt, diese liegt im Zuständigkeitsbereich des jeweiligen NB. Gleiches gilt für die regelmäßig stattfindenden Prozesse zwischen den Fernleitungsnetzbetreibern (FNB) und Marktgebietsverantwortlichen (MGV) zur Bedarfsermittlung der Regelenergie und für die regelmäßig stattfindenden Prozesse zwischen den FNB zum abgestimmten Einsatz der Kapazitätsinstrumente.

Im Hinblick auf die Erteilung von Anweisungen zur Gaseinspeisung oder Gas ausspeisung an Anschlusspunkten zu Speichern oder Produktionsanlagen besteht Rechtsunsicherheit, insbesonderein der Adressateneigenschaft und operativen Umsetzung. Daher sieht der BDEW Anpassungsbedarf im gesetzlichen Rahmen. Dafür wird der BDEW ein Umsetzungskonzept und daraus abgeleitete Anpassungserfordernisse im gesetzlichen Rahmen vorschlagen.

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Anlagen und Materialien