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Mehr Energie wagen: Träume, Ideen und Visionen

Wenn es um Energiegewinnung geht, darf gerne auch einmal das große Rad gedreht werden. Wir zeigen Ideen von damals bis übermorgen.

Gelbe Glühbirne mit Blitzsymbol vor geometrischen Mustern als Symbol für Energieversorgung und Innovation.

© Robert Albrecht/BDEW

Immer in Bewegung Vintage-Uhr mit vier kupfernen Kugelgewichten auf Holzständer vor geometrischem Muster aus gelben und grünen Linien

Der finale Wunschtraum jedes Ingenieurs ist wohl das Perpetuum Mobile: ein Gerät, das einmal in Gang gesetzt, ohne weitere Energiezufuhr bis ans Ende aller Tage weiterläuft - oder sogar noch Energie erzeugt. Dem Wunsch stehen jedoch die drei thermodynamischen Hauptsätze oder auch andere Widrigkeiten wie die Schwerkraft entgegen, denen sich bisher noch kein Perpetuum Mobile erfolgreich widersetzen konnte. Im Bild eine Rekonstruktion des „Schwerkraftrades“ nach Leonardo da Vinci. Wellenförmige blaue Trennlinie auf schwarzem Hintergrund, horizontal über die gesamte Bildbreite verteilt.

Spannende Sache Schwarz-Weiß-Aufnahme: Person sitzt in Industriehalle, künstliche Blitzentladungen simulieren Stromfluss, bunte...

Nikola Tesla (1856 – 1943) gehört zu den berühmtesten Erfindern der Welt. Kein Wunder bei mehr als 280 Patenten, die er im Laufe seines Lebens in 26 Ländern anmeldete. Eine besondere Affinität hatte er zur Hochspannungstechnik. Er gilt als Urvater des Zweiphasenwechselstroms, mit dem bis heute elektrische Energie übertragen wird Oben im Bild zu sehen ist eine Mehrfachbelichtung: Bei den Lichtentladungen befand sich Tesla nämlich nicht im Raum – er kannte offenbar seine Grenzen. Dekorative wellenförmige Trennlinie mit Farbverlauf von Gelb über Grün zu Blau auf schwarzem Hintergrund

Strukturwandel par excellence Luftaufnahme einer großen Solaranlage auf dem Wasser mit Transformatorenstation und Booten, umgeben von Paneelreihen

Hier bewegen sich keine Kohlekumpel mehr, sondern nur noch Elektronen: Im Jahr 2017 ging in China das größte schwimmende Solarkraftwerk der Welt ans Netz – und zwar auf der Fläche eines ehemaligen Tagebaugebiets. Der mit Regenwasser vollgelaufene See ist bis zu zehn Meter tief, das Wasser sorgt dabei für eine natürliche Kühlung der Solarmodule. Das Kraftwerk hat eine Leistung von 40 Megawatt und zeigt, dass Strukturwandel von fossilen zu erneuerbaren Energien durchaus möglich ist, wenn man will.Wellenförmige Trennlinie in Gelb, Grün und Blau auf schwarzem Hintergrund, stilisiert wie Wasserwellen.

Rohre, Rohre und Rohre Stahlbrücke über Fluss mit Stromleitungen, Schaf am Ufer, bewaldete Landschaft im Hintergrund

Die aktuell längste Erdgasrohrleitung liegt in China: die West-East-2-Gaspipeline mit einer Gesamtlänge von 8.819 Kilometern. Sie besteht aus einer Hauptleitung und acht Nebenleitungen und läuft vom autonomen Gebiet Xinjiang durch 14 Provinzen hindurch bis nach Hongkong und Shanghai. Die Bauzeit für das Rohrsystem, das 30 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich transportieren kann, betrug gut viereinhalb Jahre, die Kosten knapp 22 Milliarden Euro. Wenn das der BER wüsste! Gelbe und blaue wellenförmige Linien verlaufen horizontal und wechseln sich in einem regelmäßigen Muster ab.

Stauen und staunen Historische Luftaufnahme: Staubecken mit Tiefenangaben in Metern und Beschriftungen von Regionen und Gewässern

Unter dem Namen Atlantropa konzipierte der deutsche Architekt Hermann Sögel ab 1928 ein monumentales Staudammprojekt in der Straße von Gibraltar. Es verfolgte zwei Zwecke: Zum einen sollte durch die Absenkung des Meeresspiegel Neuland gewonnen werden, zum anderen sollte der Restzufluss zur Stromerzeugung per Wasserkraft genutzt werden. Der deutsche NS-Staat lehnte das Projekt ab. Es war ihm „zu pazifistisch“. Sörgel wurde in den 1940-er Jahren mit einem Publikationsverbot belegt. Wellenförmige Trennlinie in Gelb, Grün und Blau auf schwarzem Hintergrund, als Gestaltungselement genutzt.

Schwerkraft kreativ nutzen

Landschaft mit unterirdischem Speicherbehälter, darüber Gebäude mit technischen Anlagen und Lieferwagen.Böse Mine zum guten Spiel: Das schottische Cleantech-Unternehmen Gravitricity möchte alte Bergbauschächte zu günstigen Energiespeichern umwidmen. Das Prinzip entspricht einem auf links gedrehten Fahrstuhl: Wenn überschüssige Energie vorhanden ist, wird ein schweres Gewicht im Schacht per Elektromotor hochgekurbelt. Wird Energie gebraucht, lässt man das Gewicht wieder kontrolliert abwärtssausen, der Motor wird zum Generator und liefert Strom. Derzeit laufen erste Pilotprojekte. Gelbe und blaue wellenförmige Linien verlaufen horizontal auf schwarzem Hintergrund als Trennelement.

Es werde Licht!

Zitatmotiv: Verdrehter Strommasten in Sturmlandschaft mit Blitzschlägen und grün-gelbem DekorrahmenBisher nur eine Designstudie, die Realität ist mal wieder deutlich komplexer: Der Hydra-Wolkenkratzer soll Blitze anziehen und Wassermoleküle in Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten. Das gewundene Exoskelett des Turms besteht aus Graphen, einem Kohlenstoff-Supermaterial, das 200-mal stabiler ist als Stahl und zugleich gute Wärme- und Elektrizitätsleiteigenschaften hat. Die Idee wurde 2011 von einem Team aus Wissenschaftlern und Designer beim renommierten eVolo-Architekturwettbewerb eingereicht und erhielt immerhin eine „Honorable Mention“. Dekorative wellenförmige Trennlinie mit Farbverlauf von Gelb über Grün zu Blau auf schwarzem Hintergrund

Solarenergie aus dem Weltall

Illustration: Satellit mit Solarpanelen im Weltall überträgt Solarenergie zur ErdeDer Science-Fiction-Autor Isaac Asimov hatte die Grundidee bereits 1941 in der Kurzgeschichte „Reason“: Dort wurde Solarenergie auf einer Raumstation im Weltall erzeugt und per Mikrowelle zu anderen Planeten übertragen. An solchen Konzepten forschte die NASA später tatsächlich mehr als 30 Jahre lang kostenintensiv – Tantiemen hat sie Asimov jedoch nie gezahlt. Und auch wenn Japan, China und das US-Militär das Thema aktuell weiterverfolgen, konnten echte Erfolge bisher – außer in Modelldimensionen - nicht verzeichnet werden.  Wellenförmige Trennlinie in Gelb, Grün und Blau auf schwarzem Hintergrund, horizontal über das Bild verteilt.

Strom auf Pump

Illustration von Unterwasser-Druckluftspeichern vor Offshore-Windpark im Meer zur EnergiespeicherungDas Fraunhofer-Institut befasst sich aktuell in seinem StEnSEA-Projekt (STored Energy in the sea) mit der Frage, ob sich am Meeresboden mit Hohlkugeln ein Pumpspeicherkraftwerk betreiben ließe. Dabei dient das Meer als oberes Speicherreservoir. Mit überschüssigem Strom werden die Hohlkörper leergepumpt. Wird Strom benötigt, öffnet man die Ventiel und lässt das Wasser ins Vakuum zurückströmen. Die Pumpe arbeitet nun wie ein Generator und liefert Saft. Wellenförmige Trennlinie in Gelb, Grün und Blau auf schwarzem Hintergrund, 800 x 80 Pixel groß.

Green Power Island

Insel mit großem rundem Solarkraftwerk und Windturbinen im Wasser, umgeben von stilisierten Stromsymbolen.Bisher über den Projektstatus nicht hinausgewachsen, trotzdem aber schön anzusehen: die Green Power Islands, die das dänische Architekturbüro Gottlieb Paludan ersonnen hat. Auf künstlichen Inseln wird Energie mit Wind und Sonne erzeugt, überschüssige Energie wird mithilfe eines Pumpspeicherkraftwerk zwischengespeichert. Das bietet sich an: Denn genügend Wasser ist ja bereits da. Anders als im Beispiel 8 wird der Strom ganz herkömmlich übertragen, nämlich per Seekabel. Wellenförmige, hellblaue Trennlinie auf schwarzem Hintergrund, die eine visuelle Abgrenzung schafft.

Rotes und blaues Farbschema mit Text „2050 Der Newsletter Hier abonnieren“ und stilisierten Wellenlinien rechts.


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