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Smart Meter-Rollout

Tempo zieht weiter an

Die Bundesnetzagentur hat heute die Smart Meter-Rolloutquote für das Jahr 2025 vorgestellt. Sie zeigt die weiteren Fortschritte allein im letzten Quartal 2025.

Hierzu erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung:

„Die Zahlen der Bundesnetzagentur zeigen: Die Unternehmen sind auf dem Weg. Die gesetzlich vorgesehene Rollout-Quote 2025 wird mit 23,3 Prozent im Durchschnitt über alle Unternehmen hinweg erfüllt – wenn auch nicht von jedem einzelnen Unternehmen.

Lag gemäß der BNetzA-Auswertungen die erreichte Anzahl an intelligenten Messsystemen im 2. Quartal 2025 über alle grundzuständigen Messstellenbetreiber hinweg noch bei 760.000, so stieg sie im 3. Quartal auf rund 941.000 und im 4. Quartal auf rund 1,1 Millionen Systeme. Das entspricht einem Anstieg um 3,8 bzw. um 3,1 Prozentpunkte innerhalb weniger Monate. Für die Zukunft kann man davon ausgehen, dass der Anstieg in einer ähnlichen Geschwindigkeit oder schneller fortgesetzt werden wird.

Bei den Unternehmen, gegen die ein Verfahren eingeleitet werden soll, handelt es sich in der Tendenz um kleinere Unternehmen, die nur für etwa ein Prozent des Pflichtrollouts stehen. Die Auswirkung auf die Gesamtquote ist entsprechend gering. Diese Unternehmen geben als Grund für die noch fehlende Umsetzung regelmäßig hohe IT- und Prozessanforderungen sowie Ressourcenengpässe an. Es muss aber auch darauf hingewiesen werden, dass über 90 Prozent der Unternehmen aller Größenordnungen ihre Rolloutquoten schaffen bzw. auf gutem Wege sind. “

Hintergrund

Deutschland hat sich beim Smart Meter-Rollout bewusst für einen anspruchsvolleren Weg als viele andere Staaten entschieden. Die sicherheitstechnischen Voraussetzungen waren von Anfang an sehr ehrgeizig gesetzt, sodass die Entwicklung, Zertifizierung und Bereitstellung der erforderlichen Geräte entsprechend Zeit in Anspruch nahm. Zudem ist die Umsetzung in Deutschland durch die Rollentrennung des Messstellenbetreibers von der des Netzbetreibers komplexer. Das führt zu erheblichem Abstimmungsbedarf – gerade in einem automatisierten Massenprozess.

Nun sind jedoch die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt, so dass die praktische Umsetzung auch mit diesen Maßgaben erfolgen kann. Die lange Vorbereitung zahlt sich aus: Der Smart Meter-Rollout in Deutschland sorgt für eine sichere und verlässliche Infrastruktur.

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