Immer mehr Anlagenbetreiber wollen sich an das Stromnetz auf der Ebene der Mittelspannung anschließen. Insbesondere bundesweit aktive Anlagenbetreiber wollen möglichst einheitliche Netzanschlussbedingungen bei den mehr als 800 Verteilnetzbetreibern in Deutschland. Für die Niederspannung hat der BDEW schon seit langem einen Musterwortlaut entwickelt, den fast alle Netzbetreiber nutzen. Jetzt hat der BDEW auch einen Musterwortlaut für die technischen Anschlussbedingungen von Kundenanlagen in der Mittelspannung entwickelt und veröffentlicht, der Klarheit für Netzkunden und Netzbetreiber schafft. Für Netzbetreiber entfällt zudem gemäß § 19(1a) EnWG der Begründungsaufwand bei Ergänzungen zu den technischen Anschlussregeln des VDE (FNN).
„Angesichts der Vielzahl der Netzanschlussbegehren insbesondere von Schnellladestationen für die Elektromobilität, Batteriespeichern und Erzeugungsanlagen in der Mittelspannung, ist unser Musterwortlaut ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu deutschlandweit standardisierten Netzanschlussbedingungen. Insbesondere für bundesweit tätige Anlagenbetreiber sind einheitliche Bedingungen hilfreich“, sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung. „Die Einigung auf den Musterwortlaut konnte nur gelingen, weil wir uns als Verband intensiv mit dem Thema auseinandersetzt haben und die in unserer Mitgliedschaft vorhandene Expertise der Netz- und Anschlussnehmerseite bündeln konnten. Der Musterwortlaut ist das Ergebnis intensiver Abstimmungen und baut auf einer guten Vorarbeit auf beispielsweise durch verschiedene Anwendungshilfen und einer Anlaufstelle für Netz- und Ladesäulenbetreiber. Letztere hat bei konkreten Fragestellungen zu rechtlichen und prozessualen Rahmenbedingungen bei der Beantragung und Realisierung eines Netzanschlusses in der Mittelspannung unterstützt.“
Den BDEW-Musterwortlaut TAB Mittelspannung finden Sie hier.