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Netzentwicklungsplan Strom 2037/2045 (2025), 1. Entwurf

BDEW begrüßt stärkere Ausrichtung der Netzentwicklungsplanung an Effizienzkriterien

Die Übertragungsnetzbetreiber veröffentlichten am 10. Dezember 2025 den 1. Entwurf des Netzentwicklungsplans Strom 2037/2045 (2025).

Dem Entwurf des Netzentwicklungsplans liegen die Prognosen zu Erzeugung und Verbrauch in den Jahren 2037 und 2045 nach dem Szenariorahmen Strom zugrunde, den die BNetzA im April 2025 genehmigte. Dieser Szenariorahmen weist eine größere Spannbreite zwischen den drei Szenarien A, B und C als seine Vorgänger auf. So nimmt Szenario A einen langsameren Anstieg des Stromverbrauchs sowie einen moderateren Ausbau von Wind- und PV-Leistung an. Die Szenarien B und C gehen von einer stärkeren Direktelektrifizierung und Szenario C zusätzlich von einem erheblichen Ausbau der heimischen Elektrolysekapazität aus. Nach Einschätzung der ÜNB im 1. Entwurf des NEP bildet Szenario A ein „robustes Szenario“, das „eine verlässliche Grundlage für die Netzentwicklungsplanung“ sei.

Angesichts erheblicher Kostensteigerungen bei den notwendigen Ressourcen ist aus Sicht des BDEW die stärkere Ausrichtung der Netzentwicklungsplanung an Effizienzkriterien, wie sie im 1. Entwurf deutlich wird, von großer Bedeutung. Für eine effiziente Entwicklung der Strominfrastruktur sind im Rahmen der zweijährigen Netzentwicklungszyklen und der politischen Vorgaben die Annahmen zur Stromnachfrage und zum tatsächlichen Netzausbaubedarf fortlaufend kritisch zu prüfen. Die weitere Auslotung des Optimums zwischen Netzausbau, Optimierung im Betrieb und Engpassmanagement sollte konsequent weiterverfolgt werden.

Wie üblich erfolgt die Beteiligung des BDEW an der Konsultation unter Enthaltung der vier ÜNB als Urheber des Netzentwicklungsplans.

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