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Studie: Wie lässt sich Phosphor aus Klärschlamm recyclen?

Die Studie zeigt, unter welchen ökologischen und wirtschaftlichen Bedingungen Phosphor erfolgreich aus Klärschlamm gewonnen werden kann.

Studie: Wie lässt sich Phosphor aus Klärschlamm recyceln?

© Kletr / Shutterstock

Phosphor ist ein strategischer, nicht substituierbarer Nährund Grundstoff für Ernährungssicherheit, Landwirtschaft und Industrie. Deutschland ist zu 100 Prozent importabhängig. Globale Wertschöpfungsketten sind konzentriert, risikobehaftet und zunehmend von Qualitäts- und Lieferkettenrisiken geprägt. Die Gewinnung von Primärphosphor ist zudem mit erheblichen Umweltbelastungen und sozialen Verwerfungen verbunden. Diese externen Kosten spiegeln sich nicht im Marktpreis wider.

Phosphor aus Klärschlamm kann Bedarf decken

Gleichzeitig lagert in Deutschland eine bislang kaum genutzte, wertvolle heimische Ressource: Klärschlamm. Aus Klärschlamm und dessen Aschen kann durch Recycling ein Sekundärphosphor gewonnen werden, der das Potenzial hat, einen Großteil des nationalen Bedarfs zu decken. Vor diesem Hintergrund hat Ramboll Civity Management Consulting untersucht, wie Phosphor als strategische Ressource in Deutschland und Europa genutzt werden kann. Denn ab 2029 gilt in Deutschland eine Pflicht zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm bzw. -asche. Das technische und regulatorische Ziel ist eine echte Kreislaufführung mit minimiertem Schadstoffeintrag und resilienten Lieferketten.

Die Abfallklärschlammverordnung (AbfKlärV) verpflichtet ab 2029 zu Phosphorrecycling. Vor diesem Hintergrund befasst sich die vorliegende Studie insbesondere mit der ökologischen Kreislaufwirtschaft und mit der Frage, wie eine Marktfähigkeit zu erreichen ist.

Zentrale Ergebnisse der Studie

  • Nur hochreine, schadstoffarme Rezyklate sind ökologisch vertretbar und breit einsetzbar.
  • Eine gesetzlich verankerte Rezyklatquote für den Handel mit Phosphat ist erforderlich, um die Pflicht zur Rückgewinnung zu erfüllen und einen tragfähigen Markt bzw. eine Wirtschaftlichkeit des Phosphorrecyclings zu erreichen.
  • Phosphorrecycling trägt auch zur Versorgungssicherheit bzw. Resilienz der Phosphorversorgung bei.

Die gesamte Studie finden Sie im Download-Bereich.

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