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Energieversorger bieten qualifizierte Energieberatung

Seit Dezember 2017 können Kunden auch für die Energieberatung durch qualifizierte Berater der Energieversorgungsunternehmen Fördermittel in Anspruch nehmen. Die Zulassungsvoraussetzungen für Energieberater wurden beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrförderung (BAFA) entsprechend angepasst.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat Ende 2017 die geförderte Energieberatung für Energieberater aus Energieversorgungsunternehmen geöffnet. Fortan können auch Mitarbeiter von Energieunternehmen und von Betrieben des Handwerks beim BAFA ihre Zulassung für die Programme „Energieberatung für Wohngebäude“ und „Energieberatung Mittelstand“ beantragen. Nach erfolgreicher Überprüfung der Qualifikation wird die Zulassung zur Energieberatung erteilt. Die Energieberater können sich dann in die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes eintragen lassen und für ihre Kunden staatliche Zuschüsse zu den Beratungskosten beantragen. Die Förderung der Energieberatung zu öffnen, bietet die Chance, sowohl private als auch Geschäftskunden zu wettbewerbsfähigen Konditionen zu beraten.

Beratung für Privatkunden und Unternehmen

Die qualifizierte Beratung hilft bei der Umsetzung von Energieeffizienz-Maßnahmen, sowohl bei Wohngebäuden als auch in der industriellen Produktion. Vor allem die Gebäudesanierung kann durch die Vor-Ort-Beratung der Fachkräfte von Energieunternehmen individuell begleitet werden. Es bieten sich zahlreiche Anknüpfungspunkte, um Angebote für mehr Energieeffizienz sinnvoll zu nutzen und langfristig Energie zu sparen. Auch im Gewerbe und in der Industrie ergeben sich seither neue Chancen für Kundenkontakte.

Themenseite_Energieeffizienz_Energieberatung© Fotolia / Ingo Bartussek

Qualität der Beratung im Vordergrund

Möglich macht dies die im Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz der Bundesregierung (NAPE) festgeschriebene Weiterentwicklung der bisherigen Förderpraxis. Das Ergebnis einer Analyse zeigte, dass Förderprogramme trotz höherer Förderbeträge zu wenig genutzt wurden. Ein Grund war laut einer Marktstudie der Bundesstelle für Energieeffizienz unter anderem, dass Energieberater selten proaktiv auf potenzielle Beratungskunden zugehen.

Der BDEW hat sich nachdrücklich für eine Änderung der Richtlinien eingesetzt, um die Bedürfnisse des Kunden in den Mittelpunkt der Beratung zu stellen. Mit den geänderten Richtlinien sind alle Energieberater gleichgestellt, die mit der geforderten Qualifikation neutral und objektiv beraten können. In der Energieeffizienz-Expertenliste für die Förderprogramme des Bundes muss zudem jeder Berater transparent sein Beschäftigungsverhältnis angeben.

Eine Energieberatung hilft Ihnen, Ihren Energieverbrauch zu reduzieren und die passende Förderung zu finden. Informieren Sie sich gleich über aktuelle Förderprogramme. Außerdem können Sie weitere Informationen auf der Seite des BAFA abrufen.

Übrigens: Auch die Arbeit der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke vereinfacht sich durch die Neuregelung der Energieberatung, insbesondere wenn Energieunternehmen als Träger der Netzwerke auftreten. Etwa 25 Prozent der mehr als 200 Netzwerke werden von BDEW-Mitgliedsunternehmen getragen.


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