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Innovatives E-Mobilitätskonzept in Radolfzell am Bodensee

Die Stadtwerke treiben die Verkehrs- und Energiewende mit ideenreichen Angeboten an.

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© Stadtwerke Radolfzell

Um erfolgreichen Klimaschutz zu betreiben, müssen alle Wirtschaftssektoren nach Möglichkeiten suchen den CO2-Ausstoß zu verringern. Eine offene Zusammenarbeit zwischen den Sektoren ist dabei der Schlüssel für ein Gelingen dieser Bemühungen. Zwei von ihnen, die in Zukunft stetig enger miteinander arbeiten werden, sind die Energie- und die Verkehrswirtschaft. Mit dem Bewusstsein, als größte Emittenten von Treibhausgasen vieles bewegen zu können, entstehen immer neue Ideen für den Ausbau der Elektromobilität.

So geschehen bei den Stadtwerken Radolfzell, welche bereits von der Deutschen Umwelthilfe e.V. als „KlimaStadtWerk“ ausgezeichnet wurden. Ein großer Faktor dafür ist das klimafreundliche Mobilitätsangebot, welches sich durch das engmaschiges Ladesäulennetz und dem E-Carsharing Angebot SEEFAHRER empfiehlt. Sie betreiben 17 öffentliche Ladestationen mit jeweils zwei Ladepunkten in Radolfzell und der Umgebung und haben damit ein großes Knowhow zur E-Ladeinfrastruktur aufgebaut.

Vor rund 2,5 Jahren startete das KMU das E-Carsharing Konzept SEEFAHRER, damals bereits mit vier Fahrzeugen. Mittlerweile besteht das Angebot aus acht Elektrofahrzeugen und zwei E-Lastenrädern, deren Stationen nicht nur in Radolfzell liegen, sondern auch in den Gemeinden Moos und Steißlingen. Diese lassen sich bequem per App zu fairen Konditionen leihen, welche nur Kilometer- und Stundenpreis beinhalten und auf monatliche Grundgebühren, Registrierungskosten oder Ähnliches verzichten. Dementsprechend steigt auch die Anzahl registrierter Kundinnen und Kunden auf nun mehr als 1.000 Personen. Davon nutzen durchschnittlich zehn den SEEFAHRER am Tag.

Angesichts der positiven Zahlen ist es wenig überraschend, dass die Stadtwerke Radolfzell ihr Angebot weiter ausbauen möchten. Bereits Anfang 2023 soll auch die Gemeinde Rielasingen mit einer E-Carsharing Station ausgestattet werden. Ein Opel E-Corsa soll die SEEFAHRER-Flotte auf dann neun Fahrzeuge erweitern. Darüber hinaus laufen bereits Gespräche mit potenziellen Ankerkunden, die Interesse an weiteren E-Carsharing Standorten haben.

© René Lamb Fotodesign 

Die Bemühungen zur Elektromobilität lassen sich aber auch an anderer Stelle erkennen. Beispielsweise bietet das KMU ein E-Mobilitätscheck für Ein- und Mehrfamilienhäuser an, damit Kundinnen und Kunden eine individuelle Standortanalyse zum Ausbau der Ladeinfrastruktur erhalten können. Die relevanten Daten werden in einem Bericht ausgewertet und mit einer groben Kostenermittlung sowie dem Hinweis auf passende Fördermöglichkeiten bereitgestellt. „Gerade das Laden in Mehrfamilienhäusern ist ein Muss für den Hochlauf der Elektromobilität.“, so Christoph Hofmann, Projektmanager Elektromobilität der Stadtwerke Radolfzell.

Parallel ist auch die Nachfrage bei Unternehmen gestiegen, wie Frau Abdessemed, Pressesprecherin der Stadtwerke, weiter berichtet: „Tatsächlich erhalten wir sehr viele Anfragen zu Wallboxen von Hausverwaltungen und Gewerbetreibenden, die entweder für ihre Mieter oder den eigenen Fuhrpark eine Ladeinfrastruktur benötigen.“ So wurde beispielsweise in der Tiefgarage eines Hotels eine Wallbox eingebaut, bei der die Bezahlung direkt über die Stadtwerke läuft, sodass für den Hotelbesitzer kein Mehraufwand entsteht.

Aufgrund ihrer ambitionierten Arbeit im Bereich der Elektromobilität mit einem benutzerfreundlichen E-Carsharing Konzept und ideenreichen Dienstleistungsangeboten, freuen wir uns sehr über die Stadtwerke Radolfzell in unserer Best-Practice Reihe berichten zu können. Weitere Informationen finden Sie hier. stadtwerke-radolfzell.de 

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