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Netzinfrastrukturen stärken für klimaneutrale Energie

Damit der wachsende Strombedarf auch in Zukunft gedeckt und jeder Haushalt mit klimaneutraler Energie versorgt werden kann, müssen die Energienetze in Deutschland aus- und umgebaut werden. Der BDEW zeigt in seinen Handlungsempfehlungen für die neue Legislaturperiode auf, was notwendig ist, damit das gelingt.

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© BDEW

Für Energie, für Wasser, für Breitband und Verkehr: Netze sichern unsere Versorgung. Doch durch die Energiewende steigen auch die Anforderungen an die Netze. Die Einspeisung wird volatiler, der Verbrauch flexibler, die Komplexität höher. Ein Aus- und Umbau der Netze ist notwendig, um all dies abzudecken.

Hierfür werden Investitionen in Milliarden-Höhe erforderlich sein. Die notwendigen Netz-Investitionen müssen dabei für Investoren und Kapitalgeber attraktiv bleiben. Die Wirtschaftlichkeit dieser Investitionen wird maßgeblich von den Vorgaben der Netzregulierung und deren Ausführung durch die Bundesnetzagentur festgelegt. Doch in den kommenden Jahren drohen durch neue Vorgaben der BNetzA, bspw. zur Eigenkapitalverzinsung, deutliche Verschlechterungen des Investitionsklimas. Dies steht in klarem Widerspruch zu dem steigenden Aus- und Umbaubedarf der Netze. Außerdem müssen Regulierungsverfahren die Arbeit der Netzbetreiber durch klare, umsetzbare Vorgaben unterstützen, Prozesse vereinfachen und einen einheitlichen Rechtsrahmen schaffen.

Infrastruktur umfassend integriert planen

Die Branche hat in den vergangenen 15 Jahren einiges erreicht: Eine Verdreifachung der EE-Stromerzeugung wurde erfolgreich ins System integriert, die bereits hohe Versorgungsqualität konnte nochmals deutlich gesteigert und das Niveau der Netzentgelte stabil gehalten werden.

Damit dies aufrechterhalten werden kann, fordert der BDEW außerdem die Integration einer umfassenden Infrastrukturplanung sowie den Netzausbau als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu betrachten. Die Kopplung der Sektoren und eine europäische Einbettung ist hierbei wichtig. So empfiehlt sich eine „Koordinierung der Netzentwicklungspläne für alle Energieträger (Strom, Gas/Wasserstoff)“ für eine vorausschauende Planung. Auch eine gerechte Verteilung der Kosten notwendiger Infrastrukturinvestitionen muss gewährleistet sein. Fördermaßnahmen und die Wirtschaftlichkeit von Zukunftskonzepten sollten deswegen nicht auf einer Befreiung von Netzentgelten aufgebaut werden.

Erfahren Sie mehr über die Forderungen der Energiewirtschaft für die kommende Bundesregierung auf unserer Webseite. Dort finden Sie auch die BDEW-Broschüre „Energie macht Zukunft“ sowie ein Poster zum „Weg zur Klimaneutralität“ zum Download.

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