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Studie: Neue Form der Offshore-Flächenkooperation mit Nachbarländern

Grenzüberschreitende Anbindungen von Offshore-Windparks können Kosteneffizienz und Erträge steigern.

BDEW-Studie Offshore Wind

© Kaito Wai / Shutterstock

Der Offshore-Wind-Ausbau in der Nordsee ist und bleibt ein Schlüsselelement der Energiewende und industriellen Entwicklung in Deutschland und Europa. Entscheidend ist es aber, den weiteren Ausbau volllaststundenoptimiert und damit noch kosteneffizienter zu gestalten. Ein zentraler Hebel für die Steigerung der Kosteneffizienz ist die weniger dichte Bebauung und die Nutzung, Anbindung und Anrechnung ausländischer Flächen, die für den dortigen Offshore-Wind-Ausbau nicht benötigt werden.

Die vorliegende Studie des Fraunhofer IWES im Auftrag des BDEW und BWO zeigt anhand verschiedener 70-GW-Szenarien, dass durch eine weniger dichte Bebauung und eine grenzüberschreitende Flächenkooperation mit Dänemark und Schweden in der Nord- und Ostsee Abschattungseffekte deutlich reduziert, Volllaststunden und Erträge um durchschnittlich 6 bis 13 Prozent gesteigert und die Kosten pro Megawattstunde für den Offshore-Strom um 6 bis 11 Prozent gesenkt werden können.

Potenziale durch enge Zusammenarbeit heben

Eine enge und verbindliche Zusammenarbeit mit unseren Nachbarländern im Nordsee- und Ostseeraum bietet somit immense Potenziale. Um diese zu heben, müssen bilaterale Vereinbarungen zwischen den Ländern geschlossen werden. So können Offshore-Wind-Flächen in der dänischen oder schwedischen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ), die dort nicht für den Offshore-Wind-Ausbau benötigt werden, bebaut und radial, d.h. ausschließlich, an das deutsche Stromnetz angeschlossen werden. Grenzüberschreitender Kooperation kommt daher eine neue, zentrale Rolle zu.

Die Kurzversion der Studie des Fraunhofer IWES wurde anlässlich des Nordseegipfels 2026 in Hamburg veröffentlicht. Die Veröffentlichung des Gesamtberichts folgt im Februar 2026.

Die gesamte Studie finden Sie im Download-Bereich.

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