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Wärmewende Made in Dortmund

DEW21 gestaltet die Wärmeinfrastruktur in der Innenstadt neu und setzt dabei auf industrielle Abwärme

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© DEW21

Die zweite Halbzeit der Energiewende wird auf dem Wärmemarkt entschieden. Der Wärmesektor ist für fast 40 Prozent der energiebedingten CO2-Emissionen verantwortlich. Bei gleichbleibend niedrigen Sanierungsraten muss vor allem die „Vergrünung“ der Wärme einen großen Beitrag für die Ziele des Klimaschutzes leisten.

Zukunftsfähige Lösungen sind dabei auf die Gegebenheiten vor Ort abzustimmen und es gilt, maßgeschneiderte Lösungen zu erarbeiten, die den lokal verfügbaren Infrastrukturen, den Wärmequellen und Verbrauchsstrukturen Rechnung tragen. 

Klimaneutrale Fernwärmeversorgung

Unter Berücksichtigung genau dieser Maßgabe stellt die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) die Fernwärmeversorgung in der Dortmunder Innenstadt auf neue Beine. Die Entscheidung fiel dabei gegen eine reine Sanierung des in die Jahre gekommenen Dampfnetzes und für die komplette Neugestaltung der Wärmeversorgung aus.

Umbau der Fernwärmeversorgung in der Dortmunder Innenstadt © DEW21

Das alte Dampfnetz wird nun durch ein modernes Heißwassernetz mit geringen Wärmeverlusten ersetzt. Außerdem wird zu der Neugestaltung der Infrastruktur fortan auch die Einspeisung geändert: Für eine klimafreundliche Wärmeversorgung wird künftig verstärkt die industrielle Abwärme der Deutschen Gasrußwerke (DGW) mit Sitz am Dortmunder Hafen genutzt. Sie ersetzt sukzessive eine gasbasierte Wärme aus dem Kraftwerk Dortmund.

45.000 Tonnen CO2 Reduktion durch neue Energiezentralen

Drei hochmoderne Energiezentralen, die im Stadtgebiet verteilt sind, sollen die Versorgungssicherheit bei Produktionsunterbrechungen oder an besonders kalten und abnahmestarken Tagen gewährleisten. Durch die geänderte Einspeisung sinkt der Primärenergiefaktor auf unter 0,45 und die CO2 -Emissionen in der Stadt können jährlich um rund 45.000 Tonnen CO2 reduziert werden. Mehr als 100 Mio. Euro investiert DEW21 in die Wärmewende in der Dortmunder Innenstadt.


Projektdaten „Auf einen Blick“:

DEW21 sorgt für eine klimafreundliche Wärmeversorgung in der Dortmunder Innenstadt. 
Die notwendige Erneuerung des Fernwärmenetzes wird mit einer Neugestaltung der Wärmeinfrastruktur und einer geänderten Einspeisung verbunden.

Damit können jährlich über 45.000 t CO2 eingespart werden. Mehr als 100 Mio. Euro investiert DEW21 bis 2023 in dieses Projekt.

  • Standort: Dortmunder Innenstadt
  • Jährlicher Wärmebedarf: ca. 400 GWh Leistung: 150 MW
  • Technologien: Abwärme, Gasheizwerke
  • Besonderheiten: modernes Fernwärmenetz CO2-arm, mehr als 80 % CO2-Reduzierung durch Umstellung von altem Dampfsystem auf modernes Heißwassersys tem mit Abwärmenutzung
  • Bau- oder Projektzeit: 2017 − 2022 Investition: mehr als 100 Mio. Euro

 


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