Dazu erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung:
„Die gemeinsame Erklärung der Offshore-Wind-Branche ist ein wichtiges und rechtzeitiges Signal an den Gesetzgeber und die Bundesregierung, dass nun schnelles Handeln notwendig ist, um den Offshore-Ausbau erfolgreich fortsetzen zu können. Das aktuelle Gesetzgebungsverfahren zur Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie muss genutzt werden, um eine Verschiebung der nächsten Ausschreibungen von Juni auf Ende 2026 zu ermöglichen und dadurch Zeit für eine umfassende Reform des Investitionsrahmens im Wind-auf-See-Gesetz und des Flächenentwicklungsplans zu gewinnen. Die Branchenerklärung zeigt hierfür die wichtigsten Maßnahmen auf, mit denen die Investitionssicherheit, Kosteneffizienz und der Wettbewerb im Offshore-Wind-Ausbau effektiv gestärkt werden kann.
Aufgrund von gestiegenen Strommarktrisiken und Projektkosten blieb die Offshore-Wind-Ausschreibung im August 2025 erstmals ohne Gebote und bereits bei der Ausschreibung im Juni 2025 war das Bieterinteresse stark gesunken. Diese Ergebnisse aus 2025 dürfen sich nicht wiederholen. Es wäre ein schlechtes Zeichen für den Investitionsstandort Deutschland. Wir appellieren daher an den Gesetzgeber und die Bundesregierung, eine Verschiebung der Ausschreibungen jetzt zu ermöglichen und die notwendigen Reformen nun schnell auf den Weg zu bringen, um die Attraktivität für Investoren wiederherzustellen.“
Die Branchenerklärung finden Sie unter diesem Link.
Weitergehende Vorschläge hat der BDEW in seinem Positionspapier vom Juli 2025 veröffentlicht.