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BDEW zum Spitzengespräch Bidirektionales Laden

Bi-direktionales Laden birgt Potenzial, der Knackpunkt ist der diskriminierungsfreie Zugriff auf die Batteriedaten

Bundeswirtschaftsminister Habeck diskutiert heute beim Spitzengespräch Bidirektionales Laden mit Vertretern der Automobilwirtschaft, der Lade- und der Netzbranche die Möglichkeiten des bidirektionalen Ladens. Dazu erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung:

„Bidirektionales Laden ist für die Energiebranche ein wichtiges Thema mit Potenzial. Einerseits als Mehrwert für die E-Autofahrerinnen und -fahrer, andererseits als weitere Flexibilitätsoption, die dazu dient, die volatile Einspeisung von Erneuerbarem Strom auszubalancieren. 

Ziel muss die Entwicklung von „Plug & Play“-Lösungen sein, damit das bidirektionale Laden einfach genutzt werden kann. Voraussetzung hierfür sind standardisierte Ladelösungen.

Daneben müssen rechtliche Fragen geklärt werden. Der Knackpunkt liegt dabei im diskriminierungsfreien Zugriff auf die Batteriedaten im Fahrzeug. Nutzerinnen und Nutzer und die von ihnen für das Lademanagement und die Abrechnung beauftragten Dritten müssen Zugriff auf den Batteriestatus erhalten – unabhängig davon, welche Marke und welches Modell gerade be- oder entladen werden soll. Dieser Zugriff ist Grundvoraussetzung für einen fairen Wettbewerb und vermeidet Lock-in-Effekte bei den Nutzerinnen und Nutzern. Der BDEW wird gemeinsam mit der Automobilindustrie einen Expertendialog unter Einbeziehung von Verbraucherorganisationen aufsetzen, um die Lösung dieser Frage voranzutreiben.“

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