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BDEW zum Konzept für ein 65%-Erneuerbaren-Ziel für neue Heizungen:

Einbeziehung aller Wärmeversorgungsoptionen zentral für eine erfolgreiche Wärmewende

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen haben heute ein Konzept vorlegt, um das im Koalitionsvertrag angekündigte Ziel von 65 Prozent Erneuerbaren Energien bei neu eingebauten Heizungen umzusetzen. Hierzu erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung:

„Die beiden Ministerien haben erkannt, dass die Wärmewende mit einer realistischen und praktikablen Herangehensweise zum Erfolg geführt werden kann. Die gewählte Technologieoffenheit hat das Potenzial, dem Einsatz Erneuerbarer Energien im Gebäudewärmebereich neuen Schub zu verleihen. Um die Klimaziele zu erreichen, aber auch um möglichst schnell unabhängig von russischem Gas und Öl zu werden, muss die Erneuerbaren-Quote im Wärmemarkt dringend steigen. Bereits seit Jahren stagniert sie bei rund 15 Prozent. 

Die Ministerien schlagen in ihrem Konzept zwei Optionen zur Erreichung des 65%-Ziels vor. Positiv ist, dass die Ministerien eine wettbewerbliche Variante mit einem technologieoffenen Ansatz anbieten. Die Einbeziehung aller Wärmeversorgungsoptionen, auch die Nutzung von Wasserstoff und Biomethan, ist aus Sicht des BDEW zentral für eine erfolgreiche Wärmewende. Nur so kann mit Blick auf die Vielfalt der Gebäude in Deutschland, deren Infrastrukturen und die Sanierungsraten die jeweils individuell passende Lösung für Eigentümer und Gebäude gefunden werden. Ohne diese ganzheitliche Betrachtung werden unnötig Kosten produziert.
In jedem Fall muss sichergestellt sein, dass die Regelung für Marktpartner, Eigentümer und Sanierungswillige verständlich und praktikabel ausgestaltet wird. Ein niederschwelliges Förderangebot sollte sämtliche im Entwurf dargestellten Optionen aufgreifen und Bauherren und Sanierer bei der Umsetzung unterstützen.  

Bei den Wärmenetzen nimmt der Vorschlag der Ministerien richtigerweise Bezug zur kommunalen Wärmeplanung. Dies ist bei den anderen leitungsgebundenen Versorgungsoptionen leider nicht der Fall. Hier sollte noch nachgebessert werden. Die Wärmewende bedarf eines nachhaltigen und umfassenden Ansatzes, der nicht nur den Energieträger und die Heizungsanlage, sondern auch die Infrastruktur, die regionalen Besonderheiten im Blick haben muss.“

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