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Kerstin Andreae zum Stakeholder-Dialog Klimaneutrale Wärme:

„Für eine ressourcenschonende Wärmewende müssen wir vorhandene Infrastrukturen und Energieträger mitdenken“

Heute findet auf Einladung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier der erste Stakeholder-Dialog Klimaneutrale Wärme statt. Auch Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, nimmt an dem Treffen teil. Zu den Erwartungen des BDEW an den Stakeholder-Dialog erklärt sie:

„Wir begrüßen, dass das Bundeswirtschaftsministerium den Stakeholder-Dialog Klimaneutrale Wärme ins Leben gerufen hat. Die Wärmewende ist eine Mammutaufgabe der kommenden Jahre. Anteilig müssen in der laufenden Dekade die Treibhausgas-Minderungen erreicht werden, die zuvor über einen Zeitraum von 30 Jahren realisiert wurden. Es ist daher sehr wichtig, dass die beteiligten Akteure ins Gespräch kommen, um die vor uns liegende Transformation umweltpolitisch, volkswirtschaftlich aber auch sozial bestmöglich zu bewältigen. 

Für eine ressourcenschonende Wärmewende müssen wir von Beginn an vorhandene Infrastrukturen und Energieträger mitdenken. Nur die sukzessive und ambitionierte Dekarbonisierung aller Energieträger bringt uns zum Ziel. Es braucht mehr Wärmepumpen auf Basis von erneuerbarem Strom. Eine Vollelektrifizierung des Wärmemarktes ist jedoch unrealistisch. Mit einem breiten Instrumentenmix aus klimaneutralen Gasen, grüner Fernwärme und effizienten Wärmepumpen lässt sich für jedes Gebäude die individuell beste Lösung finden und der Wärmemarkt schnell, nachhaltig und kosteneffizient dekarbonisieren.

Ebenso wichtig wie ein breiter Blick auf die Energieträger sind zuverlässige Netze. Dabei ist es immer leichter, vorhandene Netze zu verdichten und auszubauen als neue Infrastrukturen zu planen, zu bauen und für Akzeptanz zu sorgen. Die vorhandenen Infrastrukturen sind daher das verlässliche Rückgrat der Wärmewende.“

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