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BDEW zum Weltwassertag 2019:

Gewässerschutz ist eine Frage der Generationengerechtigkeit

Düngeverordnung muss endlich wirksam nachgebessert werden

Zum Weltwassertag fordert der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft dazu auf, die Trinkwasserressourcen in Deutschland besser zu schützen. „Bezahlbares sauberes Trinkwasser ist ein hohes Gut. Es ist auch eine Frage der Generationengerechtigkeit, unsere Trinkwasserressourcen nachhaltig zu schützen“, sagte Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/ Abwasser heute in Berlin anlässlich des Weltwassertages.

Seit Jahren gelangt durch die Überdüngung weit mehr Stickstoff auf deutsche Felder als die Böden vertragen. Die massive Nitratverschmutzung ist ein großes Problem für die Trinkwasserressourcen. Sie erfordert einen wachsenden Aufwand bei der Trinkwasseraufbereitung und droht die Wasserpreise nach oben zu treiben: Nach einem Gutachten von MOcons könnten die Jahreswasserrechnungen für die Verbraucher in einigen Regionen um bis zu 62 Prozent steigen.

Der Europäische Gerichtshof hatte Deutschland bereits 2018 wegen Nicht-Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie verurteilt. Viele dieser Kritikpunkte sind auch in der aktuellen Düngeverordnung noch immer nicht berücksichtigt.

„Jeder Ansatz, der weiterhin nur auf Reparatur im Wasserwerk setzt, geht auf Kosten zukünftiger Generationen. Wir brauchen deshalb endlich ein wirksames Düngerecht, dessen Einhaltung auch effektiv kontrolliert wird“, so Weyand.

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