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BDEW zum Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung:

„Milliarden-Investitionen im Sinne der Energie- und Klimaziele geben der Wirtschaft nachhaltigen Auftrieb“

Die Bundesregierung legt heute ihren Jahreswirtschaftsbericht vor. Hierzu erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung:

„Bundeswirtschaftsminister Habeck richtet den Jahreswirtschaftsbericht klimapolitisch neu aus. Der neue starke Fokus auf ein ökologisch nachhaltiges Wirtschaften ist der richtige Ansatz. Es ist gut, dass der Minister die damit verbundenen Fragen in einer „Allianz für die Transformation“ mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft diskutieren möchte. Um das Ziel einer nachhaltigen Wirtschaftsweise zu erreichen, muss insbesondere die Energiewende auch ökonomisch ein Erfolg werden. Hierzu leistet die Energiewirtschaft schon jetzt einen bedeutenden Beitrag. Unsere Branche ist mitten in einer großen Transformation Richtung Klimaneutralität.

Zugleich zählen die Unternehmen der deutschen Strom- und Gaswirtschaft zu den größten Investoren in Deutschland. Für die Verwirklichung der Energiewende-Ziele werden bis 2030 und darüber hinaus weitere, erhebliche Investitionen in den Umbau der Energieerzeugung, insbesondere für Erneuerbare Energien und Gaskraftwerke, in Aus- und Umbau der Energieinfrastruktur sowie den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft fließen müssen. So geben Investitionen im Sinne der Energie- und Klimaziele der Wirtschaft Auftrieb. Sie schaffen Wertschöpfung, Arbeitsplätze und neue Geschäftsfelder.

Die Unternehmen der Energiewirtschaft haben allein im Jahr 2021 nach ersten Schätzungen mit insgesamt 20,5 Milliarden Euro eine Rekord-Investitionssumme erreicht. Und sie möchten künftig noch mehr in eine klimafreundliche Energieversorgung investieren. Aber aktuell werden sie durch unzureichende Investitionsbedingungen gebremst. Das muss sich ändern. Investitionen in den Ausbau der Windenergie an Land stocken, weil Flächen fehlen und Genehmigungsverfahren viel zu lange dauern. Investitionen in PV-Dachanlagen scheitern aufgrund bürokratischer Hürden. Investitionen in die Netze werden durch eine zu niedrige Eigenkapitalverzinsung gedämpft. Diese Fesseln muss die neue Bundesregierung lösen. Davon profitieren letztlich der Klimaschutz und die Wirtschaft.

Auch im Gebäudebereich sind erhebliche Investitionen in energieeffiziente Sanierung und erneuerbare Wärme notwendig. Ohne wirksame CO2-Einsparmaßnahmen im Gebäudesektor erreichen wir die Klimaziele nicht. Daher begrüße ich sehr, dass die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) laut des Jahreswirtschaftsberichts nun neu aufgestellt wird und die Bestandssanierungen in den Fokus nimmt. Auch die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) soll erfreulicherweise in naher Zukunft starten und eine Schlüsselrolle bei der Ausweitung und Dekarbonisierung von bestehenden Wärmenetzen und dem Bau neuer Wärmenetze spielen. Diese Förderungsprogramme für Sanierungen sind elementar, um Verunsicherung zu vermeiden und konsequent die Klimaziele zu erreichen.“

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