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BDEW zur Gasfachlichen Aussprachetagung:

Wasserstoff wird wichtig für Klimaziele

BDEW kündigt „Roadmap grüne Gase“ für 2020 an / Gebäudeenergiegesetz: BDEW fordert technologieoffene Anerkennung grüner Gase

„Grüne Gase bieten ein erhebliches Potential, um den CO2-Ausstoß in allen Sektoren maßgeblich zu reduzieren. Gerade Wasserstoff wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Denn die bereits vorhandenen Gasnetze und -speicher bieten die optimale Infrastruktur, um Erneuerbare Energien in den Wärmemarkt zu bringen. Der BDEW wird im kommenden Jahr eine 'Roadmap grüne Gase' vorstellen, die aufzeigt, wie die vielfältigen Potentiale genutzt werden können“, sagte Ulf Heitmüller, BDEW-Vizepräsident und Vorstandsvorsitzender der VNG AG heute auf der Gasfachlichen Aussprachetagung in Köln.

Bereits jetzt kann Gas einen wichtigen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen im Wärmemarkt leisten: Rund 2,7 Millionen Gebäude mit einer Ölheizung liegen in einem Gebiet, das mit einer Gasleitung oder einem Fernwärmenetz verbunden ist – hier ließen sich durch Einbau einer Gasheizung recht schnell und unkompliziert 14 Millionen Tonnen CO2 vermeiden. Hinzu kommt: Moderne Gasheizungen lassen sich schon heute ohne technische Umstellung mit grünen Gasen wie Biomethan betreiben. Künftig wird zudem auch im Wärmemarkt ein zunehmender Anteil von Wasserstoff eingesetzt werden können.

„Auf diese Weise können die Verbraucher bei der Beheizung ihrer eigenen vier Wände einen wichtigen Beitrag leisten, um das Klima zu schützen. Völlig unverständlich ist deshalb, dass im aktuellen Entwurf für das neue Gebäudeenergiegesetz der Einsatz von Biomethan zur Wärmeerzeugung in städtischen, verdichteten Gebieten faktisch verhindert wird. Der Einsatz von Biomethan sollte hier nicht ausgebremst, sondern vielmehr ermöglicht werden“, so Heitmüller.

Der BDEW-Vizepräsident nahm zudem die im Kohleausstiegsgesetz geplanten Regelungen zu Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in den Blick, die den Ersatz von Kohle durch Erdgas honorieren sollen: „Der Gesetzesentwurf verschenkt hier eine große Chance: Zwar soll es einen Bonus geben, wenn mehr als 50 Prozent der in der KWK-Anlage gewonnenen Wärme mit Erneuerbaren Energien erzeugt werden. Dass ausgerechnet grüne Gase hier nicht als Erneuerbare Energien anerkannt werden, ist hingegen völlig unverständlich. Das wäre ein sehr guter Ansatz, um grünem Wasserstoff den Weg in den Markt zu bereiten. Die Politik sollte hier nachbessern und auch grüne Gase in die Regelung einbeziehen“, so Heitmüller.

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